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25:23 gegen Hahlen: Rohrsens Frauen gewinnen Keller-Duell nach 11:16-Halbzeitrückstand

Zittern bis zum Schluss

Rohrsen. Als Vanessa Stöber 19 Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer zum 25:23 erzielte, war die Erleichterung groß. Auch Trainer Mike Bezdicek fiel nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen, denn Rohrsens Handballfrauen hatten im Drittliga-Kellerduell gegen den TSV Hahlen ein fast schon verloren geglaubtes Spiel nach einem 11:16-Halbzeitrückstand nach einer furiosen Aufholjagd in der zweiten Hälfte doch noch gewonnen. Dank der überragenden Torhüterin Michaela Schostag, die mit über 20 Paraden den Grundstein zum Erfolg legte.

veröffentlicht am 15.12.2013 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Wie wichtig dieser Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf war, macht der Blick auf die Tabelle deutlich: Mit 7:19 Punkten steht Rohrsen als Tabellen-12. zwar weiter auf einem Abstiegsplatz, aber nach dem dritten Saisonsieg hat der MTV wieder gute Karten und alle Trümpfe selbst in der Hand, in der Rückrunde den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Und das macht auch Rohrsens Mannschaftsführerin Nina Griese Mut, „dass wir es auf jeden Fall noch packen können“. Die vielen blauen Flecken, die Griese nach der harten aber nicht unfairen Partie am Körper hatte, zeigten, dass der Sieg, der bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide stand, ein hartes Stück Arbeit war. Denn insbesondere die ersten 20 Minuten waren „ganz schlimm. Ich weiß nicht, was mit uns los war. Wir waren total verunsichert“. Rohrsens Torjägerin Lisa Huch wurde kurz gedeckt und kam so in der ersten Hälfte kaum zur Entfaltung. Und auch Manuela Schostag, die Fehlwürfe en masse produzierte, agierte im Angriff glücklos.

Die Gäste aus Hahlen, bei denen die achtfache Torschützin Julia Sayer überzeugte, setzten sich Tor um Tor ab – und führten zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren. 20 Minuten vor Schluss schien beim Stand von 12:18 (40.) die Partie gelaufen zu sein, doch innerhalb von nur zehn Minuten wendete sich das Blatt. Als mit Carolyn Büsching und Stefanie Raulwing gleich zwei Hahlener Spielerinnen eine Zeitstrafe kassierten, nutzte Rohrsen die doppelte Überzahl eiskalt aus. Durch fünf Tore von Lisa Huch, davon zwei verwandelte Siebenmeter, und drei Tore von Manuela Schostag ging Rohrsen mit 20:19 (50.) erstmals in Führung, die noch einmal aus der Hand gegeben wurde. Doch nach dem 21:22 (56.) meldeten sich Schostag & Co. mit drei Toren in Serie eindrucksvoll zurück – und gewannen am Ende durch Stöbers Treffer zum 25:23, der die Zitterpartie beendete.

Weil am Saisonende bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheidend sein könnte, war es wichtig, „dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Bezdicek, der etwas enttäuscht war, dass die Tribüne diesmal nur spärlich gefüllt war: „Dieses Spiel hätte mehr Zuschauer verdient gehabt.“ Nicht zum Einsatz kam Rohrsens Neuzugang Saskia Parpart, die nur auf der Ersatzbank saß: „Die Partie war so eng, das wollte ich so einer jungen Spielerin nicht antun“, begründete „Bezze“ die Entscheidung. Die 19-Jährige müsse sich erst noch akklimatisieren: „Saskia ist eine Verstärkung, die uns in der Rückrunde weiterhelfen wird. An ihr werden wir noch viel Freude haben.“

MTV Rohrsen: Manuela Schostag (6), Nina Griese (6/1), Lisa Huch (6/2), Katharine Tyce (3), Vanessa Stöber (2), Antje Peyerl, Christin Bormann (beide 1).



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