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Emmerthaler Schiedsrichter-Duo Sven und Dominik Petters träumt von der Bundesliga

„Wir wehren uns nicht gegen einen Aufstieg“

Bundesliga, wir kommen! Das hört sich zwar toll an, doch oft genug ist der Weg in die höchste Liga lang und steinig. Wohl auch für die beiden Emmerthaler Handball-Schiedsrichter Dominik und Sven Petters. Doch die dürfen immerhin schon mal mit dem Gedanken spielen, in der Eliteliga des deutschen Handballs die Spieler nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Wenn alles gut läuft und der Aufwärtstrend der vergangenen Monate anhält. „Wir wehren uns auch nicht gegen einen weiteren Aufstieg“, sagten die beiden einhellig. Doch statt Bundesliga ist in der kommenden Saison erst einmal der Aufstieg in den A-Kader des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) das große Ziel.

veröffentlicht am 14.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Spaß als Schiedsrichter haben die beiden Brüder schon länger. Doch gemeinsam griff das Emmerthaler Duo erst in der Saison 2009/10 zur Pfeife. „Vorher habe ich mal ein Jugendspiel gepfiffen, und auch das eine oder andere Damen- oder Herrenspiel mit unterschiedlichen Partnern geleitet“, kann sich Dominik, mit 22 Jahren der jüngere der beiden Brüder, noch erinnern. Als das Gespann Petters/Petters dann zum ersten Mal gemeinsam auftrat, funkte es. „Das klappte ganz gut“, stellte nicht nur sein drei Jahre älterer Bruder Sven fest. Wie sagte selbst TSG-Handball-Chef Stephan Kutschera treffend: „Die beiden haben sich gesucht und gefunden. Als Schiedsrichter wohlgemerkt.“

Nach ihren ersten gemeinsamen Auftritten fielen sie den Beobachtern schnell auf. Und zwar absolut positiv! Schon ein halbes Jahr später pfiffen sie in der Landesliga. Im Sommer 2011 kletterten sie auf der Schiedsrichter-Leiter weiter nach oben. Seit Beginn der aktuellen Spielzeit 2011/12 gehören Petters/Petters zum Förderkader des HVN. Egal, ob Verbandsliga der Männer oder Oberliga der Frauen und Jugend – zwei Emmerthaler geben hier nicht nur die Richtung an, sondern bringen den Spielern und Spielerinnen auch die Flötentöne bei. Ihren nächsten Einsatz haben sie am kommenden Wochenende in Bovenden. Da pfeifen sie das Verbandsliga-Duell der HSG Plesse gegen TuS Bergen.

Wenn Sven und Dominik Petters auf Schiedsrichter-Tour gehen, haben sie auch organisatorisch alles im Griff. Denn die beiden Brüder wohnen nicht mehr unter einem Dach. „Entweder treffen wir uns in Hannover, in Emmerthal oder irgendwo auf halber Strecke. Von dort aus fahren wir dann gemeinsam zu den Spielen“, sagte Dominik, der nebenbei auch als Schiedsrichter-Obmann für seinen Emmerthaler Verein tätig ist.

„Das Pfeifen ist für uns momentan nicht mehr als ein schönes Hobby“, machte Sven deutlich, als er auf die angeblich hohen Schiedsrichtergelder angesprochen wurde. „Bei 25 Euro Tagegeld und 30 Cent pro Kilometer ist noch keiner reich geworden.“

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