weather-image
21°
Trainer Peter Eddelbüttel über die aktuelle Situation, den Nachwuchs und die Zukunft der HF Aerzen

„Wir befinden uns im Umbruch“

Aerzen. „Wir befinden uns im Umbruch“, sagt Peter Eddelbüttel, Trainer des Regionsoberligisten Handball-Freunde Aerzen. Im Dewezet-Interview spricht „Ede“ über die aktuelle Situation, den Nachwuchs und die Zukunft der HF Aerzen.

veröffentlicht am 26.10.2015 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

270_008_7787452_sp765_2710.jpg

Peter Eddelbüttel hat als Spieler, Trainer und Manager alle Höhen und Tiefen des Handballsports miterlebt. Seit gut einem Jahr trainiert er den Regionsoberligisten Handball-Freunde Aerzen. Nicht nur den Klassenerhalt will „Ede“, wie er von allen Handballern genannt wird, unbedingt packen, sondern möglichst auch die Mannschaft wieder zu alten Glanzzeiten zurückführen. Die Sportredaktion sprach mit dem 65-Jährigen über seine Perspektiven und Zielvorstellungen bei den Hummetalern.

Peter Eddelbüttel, bei der 21:32-Pleite im Derby beim MTV Rohrsen lief ja keinesfalls alles nach Plan. Wie präsentiert sich derzeit die Mannschaft?

Sie befindet sich zweifelsohne im Umbruch. Ältere Spieler wie Benjamin Bauer, Tim Schunko und Holger Bartling haben aufgehört, stehen uns also als Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung. Da der Verein über keine eigene A-Jugend verfügt, ist es schwer, sie aus eigenen Reihen zu ersetzen.

Wie hat der Verein auf den Abgang der drei Routiniers reagiert?

Ich bin froh, dass drei junge Spieler, die derzeit schon eine Schlüsselposition im Rückraum einnehmen, in dieser Saison zu uns gestoßen sind. Sie bringen, wie beispielsweise Vincent Wissel und Arnold Neitz vom VfL Hameln, als A-Jugendliche sogar Bundesligaerfahrung mit. Wenn wir in den nächsten Jahren noch weitere Youngster dazugewinnen, haben wir den Verjüngungsprozess geschafft. Und dann sehe ich gute Chancen, dass wir uns wieder zu einer Spitzenmannschaft im Kreis entwickeln können, die auch höhere Ziele in Angriff nehmen kann.

Wie sieht derzeit das sportliche Umfeld in Aerzen aus und wie wird es weitergehen?

Das Umfeld stimmt! Sonst hätte ich mich dort nicht engagiert. Der Verein macht gute Nachwuchsarbeit, hat starke B- und C-Jugendmannschaften, die uns in einigen Jahren eigenen Nachwuchs bescheren. In dieser Hinsicht sieht es in vielen ländlichen Vereinen, die bekanntlich immer mehr ausbluten, lange nicht so gut aus. Darauf können wir eigentlich stolz sein.

Wie lange werden Sie noch auf der Trainerbank Platz nehmen?

Ich mache weiter, solange es mir Spaß macht und die Gesundheit es zulässt. Meine Verträge gehen deshalb auch immer nur über einen kurzen Zeitraum. Sie werden praktisch von Jahr zu Jahr verlängert, sofern der Verein mitspielt.

Interview: Rolf-Henning Schnell

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare