weather-image
26°
×

Rohrsen kommt: Samstag WSL-Oberliga-Derby in Aerzen

Wer löscht den Siegesdurst?

Handball (kf). Wann ist der Siegesdurst am besten zu löschen? Na klar, nach einem Sieg mit einem kräftigen Schluck aus der Pulle. Und vor allem nach einem Erfolg im Derby. Deshalb werden am Samstag (19 Uhr) in der Aerzener Hummetal-Sporthalle die Spieler des MTV Rohrsen alle Hebel in Bewegung setzen, um es in der WSL-Oberliga nach dem brisanten Kreisduell gegen die Handball-Freunde richtig krachen zu lassen.

veröffentlicht am 26.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

Die MTV-Truppe um Kreisläufer Oliver Duus geht morgen aber erst einmal mit reichlich Frust in die Partie. Schließlich sitzt der Stachel nach der völlig unnötige Pleite beim Schlusslicht Schaumburg-Nord II tief. Dennoch schließt Rohrsens Teamchef Vincent Voigt eine erneute Niederlage im Vorfeld aus: „Wir haben personell keine Probleme und gehen bestens vorbereitet ins Spiel. Deshalb muss sich Aerzen auch keine große Hoffnung machen.“ Voigt weiß aber auch, dass gerade Spiele wie das morgige Duell immer unter einem ganz besonderen Stern stehen.

Die mit 6:8 Punkten nicht gerade optimal in die Saison gestarteten Aerzener müssen zwar auf den für drei Spiele gesperrten Nils Gericke verzichten, werden aber bestimmt ein Ass aus dem Ärmel ziehen. Das könnte Andreas Jaeger, der 52-jährige Dino im Tor der Handball-Freunde, sein. „Wir müssen den Torwart nicht zum Helden machen“, gibt Vincent Voigt deshalb seinen zuletzt oft im Abschluss schwächelnden Akteuren mit auf den Weg. „Von ihm dürfen wir uns nicht den Zahn ziehen lassen.“

Probleme mit der engen Aerzener Halle werden die Rohrsener kaum bekommen. Schließlich haben Jan Koß und Lars Knoke hier schon für die Hummetaler gespielt und kennen jeden Zentimeter des Hallenbodens. Auch Vincent Voigt kann seinen MTVern den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg geben, auch er trug bereits das Trikot der Lila-Weißen.

Oliver Duus nimmt mal schnell einen Schluck aus der Pulle.

Bei den Handball-Freunde ist im Vorfeld trotz Heimvorteil von Siegesdurst nicht viel zu spüren. Vereinschef Siegbert Schubert hatte die Punkte gestern eigentlich schon abgeschrieben: „Uns fehlen fünf Spieler, da bleibt nur noch eine Rumpfmannschaft übrig.“ Auf der Streichliste steht neben Rotsünder Gericke mit Benjamin Bauer, Nils Vietmeyer, Arne Schäferbarthold und Peter Schulz fast die komplette Stammformation. So bleibt Schubert, der gegen den Kreisrivalen trotz aller Nöte nicht untergehen will, als Hoffnungsträger neben Tim Schunko und Routinier Clifford Burridgde vor allem Trainer Andrej Antonewitch: „Dem wird schon die richtige Taktik einfallen. Vielleicht gelingt uns ja tatsächlich eine Überraschung.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige