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„Wahnsinn!“

24:20 – VfL gewinnt Oberliga-Topspiel gegen Großenheidorn

veröffentlicht am 02.11.2014 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Hameln. „Und im Tor steht..., Frank Rosenthal!“ Hallensprecher Burkhard Beims wird den Satz wohl selbst beim Einschlafen noch gerufen haben, denn der Torhüter des VfL Hameln lieferte beim 24:20 (9:12) im Oberliga-Topspiel gegen den MTV Großenheidorn eine grandiose Vorstellung ab. Mit 18 – teilweise sensationellen – Paraden legte Rosenthal den Grundstein zum Heimsieg.

Das sah auch VfL-Coach Henning Sohl so: „Wenn man überhaupt wen herausheben kann, dann ist es Frank. Er war unser Matchwinner.“ Dem Attribut Topspiel wurde die von beiden Seiten mit offenem Visier geführte Partie zu jeder Zeit gerecht. Die 350 Zuschauer im voll besetzten „Hohen Feld“ bekamen alles geboten, was Handball so interessant macht. „Meine Jungs sind echte Kampfschweine. Was die hier heute an Emotionen rein gehauen haben, ist der absolute Wahnsinn“, war Sohl förmlich von den Socken. „Jetzt sind wir richtig dick im Geschäft.“

In der ersten Hälfte lagen die Vorteile aufseiten der Gäste. Während beim MTV Großenheidorn selbst Pässe auf engstem Raum noch ankamen, leisteten sich die Hausherren laut Sohl eine viel zu hohe Fehlerquote: „Wir haben die 1:1-Situationen nicht im Griff gehabt. Das haben wir in der Kabine deutlich angesprochen.“ Und Keeper Rosenthal war sogar der Ansicht, „dass wir noch froh sein konnten, nur mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause gegangen zu sein. Denn wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“

Im zweiten Durchgang drehte sich das Blatt. Die Absprachen im VfL-Deckungsverbund klappten besser und der Mittelblock mit Patrick Künzler, Heiko Heemann und Jasper Pille blockte was das Zeug hielt. Aus dem 9:12-Rückstand machten die Hamelner bis zur 38. Minute einen 14:13-Vorsprung. Diese Phase war laut Rosenthal „enorm wichtig“. Der VfL machte weniger Fehler als zuvor und agierte selbstbewusster. Der Funke sprang auch auf das Publikum über, das den VfL lautstark anfeuerte. Während die Hamelner Brust von Minute zu Minute breiter wurde, machten jetzt die Gäste, wo Torjäger Milan Djuric mit lediglich zwei Toren nur ein Schattendasein fristete, jetzt die Fehler.

Die endgültige Entscheidung fiel zwischen der 52. und 56. Minute, als der VfL durch vier Treffer von Dominik Niemeyer (2), Heiko Heemann und Sebastian Maczka von 18:17 auf 22:18 davon zog. Während VfL-Coach Sohl nach der Partie von einem „verdienten Sieg“ sprach, war Gäste-Coach Goran Krka enttäuscht: „Wir haben in der zweiten Hälfte nicht das gespielt, was wir können oder wollten.“ jko

VfL Hameln: F. Rosenthal, H. Günzel – T. Höltje (7/5), O. Glatz (5), H. Heemann (4), S. Maczka, D. Niemeyer (je 3), J. Henke, J. Pille (je 1), P. Künzler, F. Backhaus, B. Schubert, G. Brendler, A. Gödecke.

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