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26:36 – Hamelns Oberliga-Handballer im Topspiel chancenlos / Tabellenführung futsch

Vorsfelde versohlt VfL

Hameln. Der MTV Vorsfelde hat dem VfL Hameln sprichwörtlich den Hintern versohlt. Und wie! Hamelns Oberliga-Handballer kassierten im Topspiel eine deftige 26:36-Heimpleite – und sind die Tabellenführung erst einmal los…

veröffentlicht am 30.11.2014 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

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Die anfängliche Euphorie in der proppevollen Afferder Sporthalle wich ziemlich schnell der Ernüchterung. Der VfL war chancenlos und bekam vom Titelfavoriten eine Lehrstunde erteilt. Dass das Gipfeltreffen zu einer derart einseitigen Angelegenheit werden würde, hatte wohl niemand erwartet. VfL-Coach Henning Sohl auch nicht: „Die wollten uns hier zeigen, wo der Hammer hängt. Und das ihnen eindrucksvoll gelungen.“ Sohl blieb letztendlich nur die Erkenntnis, „dass wir für so ein Spiel noch nicht clever genug waren. Vorsfelde hat uns völlig verdient vom Thron gestoßen.“ Insbesondere Kreisläufer Heiko Heemann, der kurzfristig aus privaten Gründen ausfiel, wurde im Angriff und in der Abwehr schmerzlich vermisst. Dazu trafen die körperlich wie spielerisch überlegenen Gäste den VfL mit einer ungemein aggressiven 5:1-Deckung früh am Nerv. Nach zwölf Minuten führte Vorsfelde, die mit Thomas Krüger an diesem Tag auch den besseren Torwart in ihren Reihen hatten, bereits mit 9:4. „Da habe ich schon gesehen, dass bei meinem Gegenüber Henning Sohl eine gewisse Panik eintrat. Als er dann noch auf die 4:2-Deckung umstellte, war mir klar, dass uns das in die Karten spielt. Wir haben das klasse gelöst“, analysierte MTV-Trainer Mike Knobbe und sprach von einer „super ersten Halbzeit meiner Mannschaft“. Bereits zur Pause war die Messe gelesen. „Der zweite Durchgang war für uns ein Selbstläufer“, strahlte Knobbe. In der Tat zeigte der stärkste Angriff der Liga eindrucksvoll, wie man mit der bis dato zweitbesten Deckungsreihe umzugehen vermag. Bert Hartfiel (10), Marco Basile (5), Michael Schwoerke und Marius Thiele (4) trafen quasi nach Belieben. Die Hamelner hatten nichts Gleichwertiges entgegen zu setzen. Nach 41 Minute zeigte die Anzeigetafel beim 28:16 einen Zwölf-Tore-Vorsprung für die Gäste. Dem VfL muss man zugutehalten, dass man zu keiner Zeit aufgab und unverdrossen weiter kämpfte. „Den Willen kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen“, sagte auch Sohl. Dennoch blieb die Erkenntnis, dass der MTV Vorsfelde – zumindest an diesem Abend – eine Nummer zu groß war. Man könnte auch sagen, sie haben mit dem VfL Katz und Maus gespielt. „Sie haben uns in allen Belangen den Zahn gezogen. Wir waren nicht gut drauf und haben freie Chancen ohne Ende vergeben“, lautete das Schlusswort von Sohl, der sich die vorangegangenen 60 Minuten eigentlich ganz anders vorgestellt hatte.

VfL Hameln: Rosenthal, Trant – Höltje (6), Schubert (5), Maczka (5), Pille (4/3), Glatz (2), Henke (2), Gödecke (2), Backhaus, Niemeyer, Künzler, Brendler.

In Rage: VfL-Coach Henning Sohl.


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