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Lemgos Trainer Dirk Beuchler vor dem Testspiel in Springe über seine Ziele mit dem Bundesligisten

Vorm Test in Springe: Lemgos neuer Trainer im Interview

Handball. Bundesliga in Springe: Am morgigen Freitag (18.30 Uhr) empfangen die HF Springe den TBV Lemgo zum ersten Testspiel der Saisonvorbereitung. Der Bundesliga-Neunte der vergangenen Saison kommt unter anderem mit den Nationalspielern Carsten Lichtlein, Sebastian Preiß, Christoph Theuerkauf und Martin Strobel sowie Weltmeister Florian Kehrmann. Neuer TBV-Trainer ist Dirk Beuchler. Mit ihm sprach vorab Sportredakteur Jan-Erik Bertram.

veröffentlicht am 21.07.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

 

Sie sind mit Ihrer Mannschaft seit Montag im Training. Haben die Spieler auch schon den Handball angefasst, oder nur Medizinbälle?

(lacht) Den Handball hatten sie schon in der Hand. Wir wollen ja Freitag spielen. Wir haben Montag erst einen Laktattest gemacht und sind dann in den Kletterpark gefahren. Dienstag und gestern haben wir ein bisschen Fußball und Handball gespielt, heute machen wir den Maximaltest und nachmittags ein öffentliches Training auf dem Marktplatz in Lemgo, um uns den Fans zu präsentieren.

 

Ist ein Testspiel so früh in der Vorbereitung nur eine willkommene Abwechslung zur Kraftbolzerei, oder erwarten Sie schon echte Erkenntnisse?

Die Belastung war bislang nicht so hoch. Aber klar: Ich habe früher auch lieber gespielt als trainiert. Sich in der Nähe zu präsentieren ist immer gut, und ein Test gegen einen Drittligisten ist ein guter Einstieg, wir müssen ja einige neue Spieler integrieren.

 

Der TBV spielt erstmals seit 16 Jahren nicht international. Vier Spieler sind gegangen, darunter Holger Glandorf. Welches Ziel haben Sie sich mit der neuen Mannschaft gesetzt?

Es sind recht junge Spieler dazugekommen, die sich erstmal in der Bundesliga etablieren wollen. Die müssen wir heranführen. Das oberste Ziel ist es aber, unsere Heimbilanz zu verbessern. Acht Niederlagen in der letzten Saison waren zu viel. Ich hoffe auf konstant gute Leistungen und will die Mannschaft von Woche zu Woche weiterentwickeln.

 

Hamburg, Kiel, Berlin und die Rhein-Neckar Löwen waren in der vergangenen Saison eine Klasse für sich. Ist an der Dominanz dieser „Großen 4“ auf Dauer zu rütteln?

Diese vier haben, was das Budget angeht, ein Potenzial, an das nur schwer heranzukommen ist. Für uns jedenfalls. Ich bin mit meinem Kader aber zufrieden. Ich habe auf jeder Position zwei Spieler, außer im rechten Rückraum. Rolf Hermann ist noch verletzt und fällt noch eine ganze Weile aus. Unser Ziel ist es, mittelfristig wieder an die Europapokalplätze ranzukommen.

 

Sie waren lange Spieler und Teammanager in Spanien. Wie unterscheidet sich die Arbeit dort von der Arbeit in Deutschland?

Ich bin vor zehn Jahren aus Deutschland weggegangen. Damals waren sie in Spanien schon etwas weiter. Zum Beispiel hatte jeder Klub schon einen eigenen Fitnesstrainer. Das gab es in Deutschland zu der Zeit noch nicht. Ansonsten wird dort aber genau so Handball trainiert und gespielt, wie hier auch. Der Unterschied liegt in der Liga, die ist in Deutschland wesentlich ausgeglichener.



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