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SG mit Springe ist für VfL-Bosse Herzog und Krone im Moment nur schwer zu realisieren

„Von heute auf morgen geht das alles nicht“

Die von Springes Handball-Chef Peter Othmer ins Spiel gebrachte Spielgemeinschaft (wir berichteten) schlägt bei den Verantwortlichen des VfL Hameln zwar nicht gänzlich auf Ablehnung, erscheint im Moment aber auch nur schwerlich durchführbar.

veröffentlicht am 10.02.2012 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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„Man muss sich alles anhören. Gespräche würde ich immer führen und das nicht von vornherein ablehnen“, öffnet Manager Ralph Krone die Tür einen Spalt, gibt aber auch zu bedenken, „dass eine Fusion oder Spielgemeinschaft immer von gewissen Voraussetzungen und Bedingungen abhängig ist. Es kann nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe geben.“ Was der 45-Jährige meint: „Es kommt auf die Konzepte an. Man muss sich Gedanken machen, was hat der VfL davon, was wird aus der ersten Herren? Wir haben schließlich eine gute Nachwuchsarbeit mit guten und engagierten Trainern. Das darf man nicht aufs Spiel setzen.“ „Mit uns hat noch keiner gesprochen“, sagt Manfred Herzog. Der Vorsitzende der Handball-Abteilung sieht es ähnlich wie Krone, dass man sich alles anhören sollte, kann sich eine Spielgemeinschaft „im Moment aber nur schwerlich vorstellen“. Die Begründung liefert Herzog gleich mit: „Die Trennung nach der Insolvenz der Bundesliga-GmbH seinerzeit im April 2002 war so einfach nicht. Der Hauptverein hat aus der Zeit noch immer Schulden abzutragen. Hauptverein und Abteilung müssten einer Spielgemeinschaft zustimmen. Dann sind auch noch die entsprechenden Anträge an den Verband einzureichen. So von heute auf morgen geht das alles gar nicht.“ „Aber“, lächelt Herzog, „vielleicht kommt ja jemand und übernimmt im Fusionsfall die ganzen Schulden.“ „Da auch der demografische Wandel am Handballsport nicht spurlos vorübergehen wird, ist es in der Zukunft vermutlich erforderlich, dass es zu Fusionen oder Spielgemeinschaften kommen muss“, blickt Ralph Krone über den Tellerrand hinaus.

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  • Ralph Krone

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