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Handball: 22:23 – VfL Hameln gibt gegen Lehrte Vier-Tore-Führung aus der Hand

„Völlig unnötig“

HAMELN. Das ist bitter! Handball-Oberligist VfL Hameln gibt im Heimspiel gegen den Lehrter SV eine Vier-Tore-Führung aus der Hand und verliert am Ende noch mit 22:23 (12:10).

veröffentlicht am 20.10.2017 um 22:09 Uhr
aktualisiert am 20.10.2017 um 22:40 Uhr

Torben Höltje (VfL Hameln) hatte gegen die zweikampfstarke Lehrter Abwehr Probleme. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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„Für uns kommt nichts anderes als ein Heimsieg in Frage. Das ist die klare Vorgabe“, hatte Hamelns Trainer Frank Huchzermeier vor dem Oberliga-Heimspiel gegen den Lehrter SV selbstbewusst angekündigt. Aber daraus wurde nichts. Nach einem unfassbar spannenden Handball-Krimi, der bis zum Schluss auf Messers Schneide stand, gab der VfL den schon fast sicher geglaubten Sieg doch noch aus der Hand und musste sich knapp mit 22:23 (12:10) geschlagen geben.

„Wir sind selbst schuld. Diese Niederlage war völlig unnötig“, ärgerte sich Betreuer Reiner Glatz. „Wir haben im Angriff zu viele Fehler gemacht und waren in der Abwehr nicht aggressiv genug.“

Nach der dreiwöchigen Pause hatten die Hamelner zunächst echte Startschwierigkeiten und liefen vor fast 400 Zuschauern in der Sporthalle Afferde erst einmal einem Rückstand hinterher. Nach dem 2:5-Fehlstart kämpfte sich der VfL, der sich zu Beginn im Angriff gegen die kompakte Lehrter Abwehr schwer tat, zwar schnell wieder auf 5:5 (15.) heran. Aber erst kurz vor der Halbzeit gingen die Hamelner durch einen Treffer von Patrick Künzler bei Überzahl erstmals mit 10:9 (27.) in Führung, die die Maczka-Brüder auf 12:9 ausbauten. Als beim 12:10-Halbzeitstand die Seiten gewechselt wurden, waren die Hamelner, bei denen neben Jannik Henke und Andreas Gödecke auch Jasper Pille fehlte, eigentlich wieder auf Erfolgskurs. Und der wurde in der zweiten Hälfte zunächst fortgesetzt. Bei der Vier-Tore-Führung (20:16/44.) zweifelte fast niemand mehr am Hamelner Heimsieg, aber plötzlich kam Lehrte wieder heran und glich zum 20:20 (50.) aus. Die Partie war somit wieder völlig offen. Insbesondere, weil die VfL-Abwehr Lehrtes Torjäger Lois Ewert nicht in den Griff bekam, der ein ganz starkes Spiel machte und kurz vor Schluss mit seinem Last-Minute-Treffer zum 22:23-Endstand zum Matchwinner avancierte. „Mit etwas Glück wäre für uns noch ein Unentschieden drin gewesen“, sagte Glatz. Aber erst traf André Brodhage nur die Latte. Und in der Schlusssekunde scheiterte Jannis Pille am starken Torwart Kevin Preissner, der den Lehrter Sieg festhielt.

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