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Umbaumaßnahmen in Afferde ziehen sich hin / B-Jugendspiel des Wochenendes nach Klein Berkel verlegt

VfL-Handballer schon wieder heimatlos

Hameln. „Heimatlos“, so sang sich Freddy Quinn einst in die deutschen Charts. Heimatlos sind wenige Tage vor dem Saisonstart auch mal wieder die Handballer des VfL Hameln. Die abgerissene Halle Nord lässt grüßen. Das die Halle in Afferde wegen Umbauarbeiten immer noch geschlossen ist, findet Abteilungsleiter Manfred Herzog gar nicht lustig. Am Dienstag hatte er für die von Matthias Braun trainierten B-Junioren, die am Wochenende in Afferde gegen den TSV Anderten auflaufen sollten, noch keine Alternative gefunden. Herzog schwante böses: „Notfalls müssen wir das Spiel sogar absagen.“

veröffentlicht am 11.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:12 Uhr

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Doch gestern Mittag kam Entwarnung. Hamelns Pressesprecher Thomas Wahmes konnte eine kurzfristige Lösung seitens der Stadt anbieten. Gespielt wird jetzt am Samstag (17 Uhr) in Klein Berkel. „Die Spieler stehen nicht auf der Straße. Wir planen ja nicht gegen die Sportler“, sagte Wahmes und lobte die Kooperationsbereitschaft der Handballer. Er musste aber auch zugeben, dass die Arbeiten schon früher hätten fertig sein sollen: „Doch die Freigabe wird wohl erst Anfang Oktober erfolgen.“ Das bedeutet im Klartext, dass die Probleme der Handballer in den kommenden drei Wochen ihre Fortsetzung finden. Nicht nur der Spielbetrieb, auch die Trainingseinheiten für zahlreiche Mannschaften können bis zur endgültigen Freigabe der Sporthalle nur eingeschränkt laufen.

Seinen Saisonauftakt hatte sich auch Henning Sohl, der neue Oberliga-Coach des VfL wohl wesentlich entspannter vorgestellt. Vor dem Auftaktspiel am 20. September gegen die SV Alfeld und auch danach heißt es für ihn „improvisieren und aus der Not eine Tugend machen“.

Und Manfred Herzog steht weiterhin im Dauerstress. Neue Spielstätten für die ersten Pflichtspiele seiner Mannschaften hat er zwar schon gefunden, doch um die Trainingszeiten für alle Teams unter einen Hut zu bringen, braucht er noch Zeit. Henning Sohl weiß, was auf ihn und die anderen Trainer zukommt: „Da müssen wir alle enger zusammenrücken.“ Eine Lösung für das Heimspiel gegen Alfeld, mit dem am 20. September die Saison eröffnet werden soll, zeichnet sich immerhin schon ab.

„Mit den Alfeldern sind wir uns einig. Die haben einer Verlegung des Spiels ins Hohe Feld und auf 20.15 Uhr zugestimmt“, sagte Henning Sohl. Doch grünes Licht muss auch noch der MTV Rohrsen geben, denn bereits um 17.30 Uhr spielen die MTV-Frauen in der 3. Liga an gleicher Stätte gegen die HSG Blomberg-Lippe II. „Eine Ideallösung wäre natürlich ein Doppelspieltag mit der A-Jugend und der Ersten in der Rattenfänger-Halle gewesen“, hatte Sohl im Vorfeld angedacht. In die Halle, wo er mit dem VfL Mitte der 1990er Jahre große Erfolge gefeiert hat, wäre er gern mal wieder eingezogen. Doch dort findet

vom 19. bis 21. September einige andere Veranstaltung statt. So bleibt nur die Halle im Hohen Feld, wo einen Tag später auch die A-Junioren des VfL mit der Begegnung gegen den TuS Bothfeld in

die neue Saison starten. Das zweite Heimspiel, das am 4. Oktober gegen die HSG Nienburg angesetzt ist, hat Manfred Herzog wohlweislich ebenfalls ins Hohe Feld verlegen lassen. Der von der Stadt Hameln genannten Fertigstellungstermin „Anfang Oktober“ ist Herzog wohl doch zu vage. Einen Schlussstrich unter das Thema „Heimatlos“ kann der genervte Abteilungsleiter danach aber immer noch nicht ziehen. In den Herbstferien folgt der zweite Akt der Baumaßnahmen.

„Dann müssen in der Sporthalle Afferde noch Restarbeiten durchgeführt werden“, hat Thomas Wahmes schon angekündigt – und Herzog ganz schnell reagiert. Das am 1. November stattfindende Heimspiel der Oberliga-Herren gegen den MTV Großenheidorn verlegte er ganz schnell in die Halle im Hohen Feld. Den Punktspielbetrieb hat der Handball-Chef trotz aller Probleme also schon ganz gut im Griff, allein die Trainingszeiten bereiten ihm weiterhin Kopfzerbrechen. „Da werden wir in den nächsten Tagen aber auch für alle Mannschaften eine geeignete Lösung finden“, ist sich der erfahrene Organisator sicher.kf



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