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Vertrag verlängert: Pyrmonterin Melanie Veith bleibt HSG Blomberg-Lippe treu

Vor dem DHB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (19 Uhr) in Lemgo gegen den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund hat der Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe bereits die ersten Weichen für die Zukunft gestellt: Nach Marie Michalczik (bis 2024) hat auch Blomberger Co-Kapitänin Melanie Veith ihren am Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert.

veröffentlicht am 08.11.2021 um 16:00 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

BLOMBERG. Mit ihren Glanzparaden brachte sie in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere Gegnerin zur Verzweiflung. Nun ist klar, dass Melanie Veith auch in den kommenden Jahren das Handball-Tor der HSG Blomberg-Lippe verriegeln wird – wie immer in kurzen Hosen. Dafür ist Blombergs Klasse-Keeperin in der Handball-Bundesliga bekannt. Die 1,71 Meter große Torfrau, die übrigens in Bad Pyrmont wohnt, hat ihren Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert und bleibt der HSG Blomberg-Lippe treu.

Birkner: „Eine super Nachricht für den Verein, die Fans und die Mannschaft!“

Sehr zur Freude von Blombergs Coach Steffen Birkner: „Das ist eine super Nachricht für den Verein, die Fans und die Mannschaft!“ Denn der Posten zwischen den Pfosten ist mit Veith, die zu Blombergs Leistungsträgerinnen zählt, top besetzt. „Melanie hat in den letzten Jahren eine unheimlich positive Entwicklung vollzogen und zusammen mit unserem Torwarttrainer Ronny Krüger hart an sich gearbeitet. Mit ihren konstant starken Leistungen hat sie uns bereits den ein oder anderen Punkt gesichert“, so Birkner. Veith trage mit ihrem ausgezeichneten Entscheidungsverhalten beim Tempogegenstoßpass dazu bei, „dass wir über die 1. und 2. Welle so erfolgreich sind. Mittlerweile ist sie als Co-Kapitänin und Leistungsträgerin nur noch schwer aus dem Team wegzudenken und verkörpert sportlich und menschlich die HSG-DNA“, lobt Birkner eine seiner dienstältesten Spielerinnen.

Veith: „Ich fühle mich hier einfach wohl“

Seit 2015 trägt die 28 Jahre alte gebürtige Mannheimerin bereits das HSG-Trikot. Über die Stationen HSG Mannheim und Bensheim/Auerbach fand die damals 22-jährige Veith 2015 den Weg nach Blomberg und wird in der nächsten Spielzeit bereits in ihr achtes Jahr bei der HSG gehen. Klar, dass „Melle“, wie sie ihre Mitspielerinnen liebevoll nennen, deshalb keine Gedanken an einen Wechsel verschwendet hat: „Ich fühle mich hier einfach wohl und weiß zu schätzen, was ich an der HSG habe!“ Deshalb war schnell klar, dass sie in der Nelkenstadt bleibt.

In Bad Pyrmont zu Hause: Blombergs Torhüterin Melanie Veith (li.) und ihr Trainer Steffen Birkner. Foto: kf

In Blomberg zählt die Torfrau in den kurzen Hosen seit Jahren zu den Publikumslieblingen: „Schön, dass unsere Fans endlich wieder mit dabei sein können. Wir haben sie in der vergangenen Saison sehr vermisst. Auch wenn wir derzeit nicht in unserer heimischen Halle an der Ulmenallee spielen können, haben unsere Fans uns in den letzten Spielen lautstark nach vorne gepeitscht und ein weiterer Grund dafür, warum es mir in Blomberg so gut gefällt“, so Veith. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist die Co-Kapitänin ebenfalls zufrieden: „Bis auf das Oldenburg-Spiel schlagen wir uns bislang sehr ordentlich, haben aber auch noch einiges vor. Gegen Dortmund wollen wir am kommenden Mittwoch den Einzug in das Pokal-Viertelfinale perfekt machen und eine Woche später gegen Váci das Ticket für die Gruppenphase der EHF European League buchen“, hat Veith mit ihrer Mannschaft große Ziele. Auch selbst bleibt die HSG-Torfrau ehrgeizig: „Ich möchte weiter hart an mir arbeiten, damit ich zukünftig noch konstanter Topleistungen abrufen und noch mehr aus mir herausholen kann.“

Kietsch: „Melanie war ein wichtiger Fixpunkt in unseren Planungen“

Glücklich eine weitere wichtige Personalie für die nächste Spielzeit geklärt zu haben, ist auch HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch: „Melanie war ein wichtiger Fixpunkt in unseren Planungen und ich bin sehr froh, dass wir sie ein weiteres Jahr an uns binden konnten. Ich schätze sie nicht nur als Spielerin, sondern auch als ruhige und erfahrene Ansprechpartnerin neben dem Feld. Klasse, dass sie auch 2022/23 unser Rückhalt bleibt und wir uns weiterhin über spektakuläre Paraden von ihr freuen dürfen.“ Neben dem Handball gibt Veith ebenfalls stets Vollgas. An einer Pyrmonter Realschule unterrichtet sie die Fächer Hauswirtschaft und Sport und feilt darüber hinaus an der Vollendung ihrer Masterarbeit im Studiengang Life Science Technology, den die 28-Jährige an Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo absolviert.



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