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MTV Rohrsen gegen Nettelstedt unter Druck / Kein Kreuzbandriss: Entwarnung bei Diedrichs

Verlieren verboten! Heute zählt nur ein Sieg

Handball. Verlieren verboten! Heute zählt nur ein Sieg! Denn für die noch sieglosen Frauen des MTV Rohrsen (1:7 Punkte) geht es in der 3. Liga schon um alles oder nichts. Mit dem Tabellenachten TuS Nettelstedt (4:6 Punkte) kommt eine Mannschaft in die Sporthalle Hohes Feld, „die wir unbedingt schlagen müssen“. Das sagt jedenfalls Trainer Michael Hensel, der von den „Wochen der Wahrheit“ spricht. Denn wenn der MTV in den nächsten Spielen gegen Nettelstedt, Haldensleben und Verl leer ausgehen sollte, wird der angepeilte Klassenerhalt zur „Mission: Impossible“ – also unmöglich. Doch das Abenteuer 3. Liga soll für den Aufsteiger nach nur einer einzigen Saison nicht schon wieder vorbei sein. Deshalb werden Schostag und Co. heute vor eigenem Publikum nicht nur bis in die Haarspitzen motiviert sein, sondern – wie schon beim 31:31 gegen Titelfavorit Neustadt-Sebnitz – 60 Minuten Vollgas geben. Der Schlüssel zum Erfolg wird heute wieder die Abwehr sein, denn der TuS Nettelstedt bringt die ehemalige Bundesligaspielerin Gabriela Korandova mit. Die Bilanz der ehemaligen 175-fachen tschechischen Nationalspielerin, die extrem torgefährlich ist, ist seit Jahren beeindruckend: 217, 170, 209, 162, 203 und jetzt, nach nur fünf Spieltagen, schon wieder 44 Treffer. Die 1000-Tore-Marke knackte Korandova bei Nettelstedts 31:29-Heimsieg gegen Hildesheim. Die Frage, die heute über Sieg und Niederlage entscheidet, ist: Gelingt es dem MTV Rohrsen, die beste Torschützin der 3. Liga zu stoppen?

veröffentlicht am 15.10.2010 um 16:19 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:07 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Normalerweise vertraut Rohrsens Trainer Michael Hensel seiner 6:0-Abwehr mit dem Innenblock-Trio Nina Griese, Manuela Schostag und Anne Kristin Deutsch. An diesem Abwehrbollwerk soll sich diesmal die überragende Korandova, die seit über fünf Jahren der Dreh- und Angelpunkt beim TuS Nettelstedt ist, die Zähne ausbeißen. Hensel weiß, dass die Tschechin eine Spielerin ist, die ein Spiel ganz alleine entscheiden kann. Deshalb spielt der Coach auch mit dem Gedanken, im Laufe des Spiels auf Manndeckung umzustellen. Das war schon beim starken Heimspiel gegen Neustadt-Sebnitz eine clevere Option. Anja Basteck, die Marta Adamkova kurz deckte, ließ die torgefährliche Spielmacherin des Gegners damals nicht zur Entfaltung kommen. Durch diese Umstellung hätte es sogar fast zum Überraschungssieg gereicht – wenn der MTV nicht kurz vor Schluss das 31:31 kassiert hätte. Auch ein Remis gegen den TuS Nettelstedt wäre heute eine gefühlte Niederlage. Deshalb kündigt Hensel an: „Wir spielen auf Sieg!“

Entwarnung gab es gestern bei Saskia Diedrichs, die sich am vergangenen Sonntag bei der 21:27-Niederlage gegen ihren Ex-Klub HSG Osterode ausgerechnet an ihrem linken Knie verletzte. Der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigte sich laut Hensel aber nicht. Nach einer Kernspintomografie stand die Diagnose fest: Innenbandzerrung. Die 1,77 Meter große Rückraumspielerin muss zwar voraussichtlich vier Wochen pausieren. „Aber die Verletzung ist zum Glück nicht so schlimm, wie wir zunächst befürchtet hatten“, so Hensel. Weil Died-richs wohl erst im November wieder fit ist, müssen jetzt andere Spielerinnen wie Peyerl, Deutsch, Griese, Kohnke-Zander und Basteck mehr Verantwortung übernehmen.

„Yes we can“: Anja Basteck will endlich wieder jubeln und mit dem MTV Rohrsen den ersten Saisonsieg feiern.

Foto: nls



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