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Handball: Bei einer Niederlage in Söhre droht VfL Hameln das Mittelmaß

Verlieren verboten!

HAMELN. Verlieren verboten! Bei einer Niederlage am Samstag in Söhre droht Handball-Oberligist VfL Hameln das Mittelmaß.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 16:24 Uhr

Rückblick: Im Hinspiel trennte sich der VfL Hameln um Jasper Pille in eigener Halle mit 26:26 von den SF Söhre. Foto: Luksch
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Eins ist klar: Wenn die Oberliga-Handballer des VfL Hameln am Samstag (19.30 Uhr) bei den Sportfreunden Söhre gewinnen wollen, muss die zuletzt miserable Chancenverwertung besser werden. Bei der 21:25-Heimpleite am vergangenen Samstag gegen den MTV Vorsfelde haben die vielen Fehlwürfe dem VfL nicht nur den Sieg gekostet, sondern auch den angepeilten Sprung auf Platz vier.

„Wenn du 14-mal alleine vorm gegnerischen Tor stehst und keinen Wurf versenkst und dann darüber hinaus vier Siebenmeter vergibst, kannst du aber kein Spiel gegen einen starken Gegner gewinnen“, ärgerte sich Hamelns Coach Frank Huchzermeier nach der Niederlage, die er erst einmal verdauen musste.

Der VfL-Coach weiß, dass die Aufgabe gegen Söhre bestimmt nicht einfacher wird. Denn das Team, das von Ex-Bundesliga-Profi Sven Lakenmacher gecoacht wird, hat zuletzt mit dem sensationellen 29:28-Sieg beim bis dato zu Hause noch ungeschlagenen Tabellendritten HSG Schaumburg-Nord ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Und das, obwohl Söhre zwischenzeitlich mit 13:21 (40.) schon fast hoffnungslos zurücklag. Doch in den letzten 20 Spielminuten drehte das Team von Lakenmacher, der sich nach der dritten Zeitstrafe für Söhres Maximilian Koldiz kurzerhand selbst das Trikot überstreifte, die Partie. Ein glücklicher Sieg, der aufgrund der starken Schlussminuten nicht unverdient war. Durch den unerwarteten Erfolg in Schaumburg sind die Sportfreunde jetzt als Tabellensechster (16:12 Punkte) punktgleich mit dem VfL, der nur aufgrund des etwas besseren Torverhältnisses als Fünfter direkt vor Söhre steht. Das direkte Duell zwischen beiden Teams verspricht Spannung pur, denn bei einer Niederlage droht dem VfL das Mittelmaß. Sowohl die SF Söhre als auch der TSV Burgdorf III (7./15:15 Pkt.) könnten – sofern sie ihre Spiele gewinnen – zumindest theoretisch am nächsten Spieltag am VfL in der Tabelle vorbeiziehen. Deshalb gilt für die in dieser Saison vom Verletzungspech gebeutelten Hamelner: Verlieren verboten!

Den Absturz ins Niemandsland der Tabelle will Hamelns Coach „mit allen Mitteln vermeiden“, auch wenn beim VfL mit Keeper Zsolt Kovacs, Jannik Henke, Torben Höltje und André Brodhage einige wichtige Leistungsträger ausfallen. „Uns fehlen drei von drei Mittelmännern. So müssen wir Jannis Pille oder Johannes Evert auf diese Position ziehen. Das ist für uns vorübergehend lösbar“, sagt Huchzermeier, der großen Respekt vor den SF Söhre hat, die bereits im Hinspiel (26:26) den Hamelnern alles abverlangten. „Sie haben keinen herausragenden Spieler, sondern eine sehr breit und ausgeglichen besetzte Mannschaft. Das macht sie sehr unberechenbar. Wie unangenehm sie sind, haben die Sportfreunde bereits mit dem Sieg gegen Tabellenführer Großenheidorn bewiesen“, so Huchzermeier. awa

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