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VfL Hameln schlägt TG Münden mit 29:19 / Kein Handball-Leckerbissen

„...und Not hat gewonnen“

Hameln. Der VfL Hameln gewann in der Handball-Oberliga gegen die TG Münden mit 29:19 (10:8) und verbesserte sich auf den sechsten Platz. Das hört sich von den nackten Zahlen zunächst einmal gut an. Doch ein spielerischer Glanz war es nicht, der den Besuchern in der nur spärlich gefüllten Sporthalle Afferde geboten wurde. „Das war kein Leckerbissen und es sieht deutlicher aus, als es war. Not hat gegen Elend gespielt und Not hat gewonnen“, hakte Trainer Henning Sohl das Geschehen entsprechend schnell ab. „Hauptsache wir haben die Punkte, denn das trägt dazu bei, dass wir unsere Unsicherheit überwinden. Wir müssen uns eben im Moment etwas durchkämpfen.“ Worauf der VfL Hameln aufbauen konnte, war eine sichere Torhüter- und Abwehrleistung. Damit nahm man der TG Münden letztendlich die Moral und kam nach einer Tempoverschärfung in den letzten 20 Minuten zu einem souveränen Erfolg.

veröffentlicht am 22.02.2015 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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„Unsere Chancenauswertung, insbesondere die in der ersten Halbzeit, war natürlich eine Katastrophe“, kommentierte Georg Brendler. Nach dem 11:11 in der 36. Minute zogen die Hausherren binnen vier Minuten auf 15:11 davon und bogen auf die Siegerstraße ein. „Da ging dann ein Ruck durch unsere Mannschaft und wir sind weggezogen“, resümierte der 19-jährige Linksaußen, mit fünf Treffern Hamelns bester Feldtorschütze. Unter dem Strich leisteten sich beide Teams aber eine Vielzahl an technischen Fehlern und ließen im Angriff reichlich Wünsche offen. Dem Niveau passten sich auch die Unparteiischen Lippert und Morche vom VfL Wittingen an und sorgten mit einigen Entscheidungen für Kopfschütteln. „Bis zur 45. Minuten haben sie ja auf beiden Seiten schlecht gepfiffen. Aber, was sie dann in der Schlussphase gegen uns entschieden haben, war eine Frechheit“, ereiferte sich Mündens Trainer Frank Janotta und betrachtete es als grenzwertig, „dass Schiedsrichter von einem Verein angesetzt wurden, mit dem wir im direkten Abstiegskampf stehen.“ Schön reden wollte Janotta die Niederlage aber nicht: „Wir haben schon verdient verloren.“ Auf Hamelner Seite wussten neben Brendler noch Nils Colussi und Arnold Schorich zu überzeugen. Der A-Jugendliche Tim Otto hatte in der ersten Halbzeit noch leichte Probleme,, konnte im zweiten Durchgang seine Schnelligkeit aber mehr und mehr ausspielen.

VfL Hameln: Rosenthal, Rüter - Pille (6/6), Brendler (5), Schorich (4), Colussi (3), Otto (3), Glatz (2), Heemann (2), Künzler (2), Henke (1), Maczka (1), Schubert.

Fünf Tore: Georg Brendler. nls


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