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Eine Zwischenbilanz: Im heimischen Nachwuchshandball regiert im Moment nur das Mittelmaß

Toptalente nicht in Sicht

HAMELN-PYRMONT. Überflieger sind einfach nicht zu entdecken! Denn der Handball-Nachwuchs in der Region Weserbergland tritt derzeit auf der Stelle. Mittelmaß ist angesagt, Toptalente nicht in Sicht.

veröffentlicht am 19.11.2018 um 16:37 Uhr

Die C-Junioren der JSG Weserbergland um Torjäger Bjarne Schwörer (re.) mischen als Tabellendritte die Landesliga auf. Foto: awa
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Fast drei Monate läuft der Spielbetrieb der Saison 2018/19 in den Oberliga-Vorrunden und Landesligen. Ein Blick auf die Tabellen macht schnell deutlich, dass die Junioren und Juniorinnen der JSG Weserbergland, von HO-Handball und der HSG Lügde/Bad Pyrmont mit den Topteams ihrer Spielklassen nicht mithalten können.

Rühmliche Ausnahme sind die von Jannik Henke trainierten C-Junioren. Die Weserbergland-Boys mischen in der Landesliga im Kampf um die „Medaillenplätze“ kräftig mit. Als Tabellendritter mit 12:4 Punkten. Im Duell gegen Spitzenreiter SV Stöckheim (16:0), SG Wittingen (13:3) und die HSG Elm (10:6) ist sogar Platz zwei möglich. Auch weil mit Bjarne Schwörer (71 Treffer) und Fiete Vollmer (63) gleich zwei JSG-Bubis im Kampf um die Torjäger-Krone kräftig mitmischen. Reichlich Lehrgeld zahlen im ersten Landesliga-Jahr die C-Junioren von HO-Handball. Mehr als ein „Schnupperjahr“ ist es mit 2:14 Punkten bislang nicht geworden. Das gilt auch für die A-Jugendlichen der HSG Lügde/Bad Pyrmont. „Starker Angriff – schwache Abwehr“ lautet hier die Zwischenbilanz. Mit „Hammer-Mann“ Mario Blome zählt ein HSG-Akteur zwar zu den treffsichersten Kanonieren der Liga, dafür vermisst Trainer Jörn Hänning in der Abwehr die nötige Stabilität. Deshalb reichte es bislang für seine Schützlinge auch nur zu 3:9 Punkten.

Der große Wurf ist in der Landesliga auch den beiden Mannschaften im weiblichen Nachwuchsbereich nicht gelungen. Die A-Mädchen des Trainerduos Stephan Kutschera/Saskia Parpart dümpeln als Fünfte ebenso im Niemandsland der Tabelle herum wie die B-Mädels um Torgarantin Jule Warnke. „Uns fehlen einfach die ganz großen Talente“, stellte Kutschera fest. „Die sind im Ballungszentrum rund um Hannover viel leichter zu finden. Deshalb rechnen wir uns auch keine Titelchancen aus, aber haben immerhin noch Luft nach oben.“ Platz vier ist für den JSG-Vorsitzenden das erklärte Ziel, denn der berechtigt automatisch für die Landesliga-Qualifikation der Saison 2019/20.

Auch wenn es um die Qualifikation zur Finalrunde der Oberliga geht, sind die Chancen mehr als gering. Drei Teams wagten sich an das Unternehmen heran, für alle drei ist es eine Nummer zu groß. So wird man nach der Quali-Runde in Niedersachsens höchsten Spielklassen Mannschaften aus dem Kreis Hameln-Pyrmont vergeblich suchen. Für das in der Vorrunde mitspielende Trio wird es dann in der Verbandsliga um Punkte und Tore gehen. Die A-Junioren durften sich bislang nur über einen 32:29-Sieg gegen die JSG Warberg freuen. Ansonsten verließ die von Oliver Duus und Hannes Ziegler gecoachte Truppe stets als Verlierer das Feld. Ebenso wie die B-Mädels der HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf, die mit ihrem Übungsleiter Bernd Fichtner auch erst einmal jubeln durften – nach dem 22:20 gegen die JSG Münden. „Zwei Spiele, zwei Siege“, plant Coach Roland Schwörer in der Oberliga-Vorrunde mit seinen B-Jugendlichen noch ein. Und damit ein ausgeglichenes Punktekonto. „Das bedeutet Platz vier oder fünf. Mehr geht nicht“, weiß Schwörer. Immerhin ein Hoffnungsschimmer am heimischen Handball-Himmel ...



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