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VfL Hameln erwartet Oberliga-Schlusslicht Himmelsthür / Saison-Aus für Yannick Rüter

Tim Heisterhagen vor Comeback

Hameln. Alles andere als ein souveräner Heimerfolg für den Handball-Oberligisten VfL Hameln wäre wohl das, was man eine faustdicke Überraschung nennt. Als klarer Favorit geht der Tabellensechste heute um 19.15 Uhr in der Sporthalle Afferde in sein Heimspiel gegen das noch sieglose Schlusslicht TuS Grün-Weiß Himmelsthür.

veröffentlicht am 14.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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„Da gibt es überhaupt keine Diskussion. Das Ding müssen wir nicht nur gewinnen, sondern wir wollen unseren treuen Fans auch ein attraktives Match bieten und uns gut präsentieren“, betont Trainer Henning Sohl, der erneut auf seinen Kapitän Torben Höltje verzichten muss. „Er soll seine Ellenbogenverletzung jetzt vernünftig auskurieren. Alles andere macht wenig Sinn“, sagt der 43-Jährige, der eventuell auch den ein oder anderen Spieler aus der A-Jugend mit hinzunehmen wird. „Das werde ich kurzfristig zusammen mit A-Jugendtrainer Marc Siegesmund entscheiden“, lässt Sohl alle Türen offen.

Sein Comeback auf der Torhüterposition feiert Tim Heisterhagen. Der 24-jährige Schlussmann musste aufgrund einer Hüftoperation und anschließender Reha fünf Monate pausieren. Seit zwei Wochen befindet sich Heisterhagen nun wieder voll im Training und signalisierte „grünes Licht“. Genau rechtzeitig. Denn Yannick Rüter wird nach einer in Großenheidorn erlittenen Fußverletzung sowie anstehendem studienbedingten Umzug nicht mehr zur Verfügung stehen. „Yannick hat einen Studienplatz an der Deutschen Sporthochschule in Köln bekommen. Das hat klare Priorität. Insofern rechnen wir in dieser Saison nicht mehr mit ihm. Was danach wird, ergibt die Zeit“, zeigt sich Henning Sohl verständnisvoll.

Gegner Grün-Weiß Himmelsthür befindet sich in einer ganz bedauernswerten Lage. Mit 1:41 Punkten zieren die Gäste aus dem Hildesheimer Vorort nicht nur einsam und allein das Tabellenende, sondern warten auch noch sehnsüchtig auf den ersten Saisonsieg. Der bislang einzige Punktgewinn datiert vom 17. Januar beim 26:26 gegen die TG Münden. Konnte man im Vorjahr gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen, wird sich der Abstieg in die Verbandsliga diesmal nicht vermeiden lassen. Bei bislang 20 Niederlagen und 15 Zählern Rückstand zum rettenden Ufer sind sämtliche Hoffnungen nur noch theoretischer Natur. Kein Wunder, dass Himmelsthür auch die schlechteste Tordifferenz (-127) aufweist und mit 675 die meisten Gegentreffer kassierte. Für die Grün-Weißen ist es allerdings selbstverständlich, dass man die Spielzeit absolut anständig zu Ende bringen wird. „Trotz des so gut wie feststehenden Abstiegs werden wir weiterhin Einsatz zeigen, um den ersten Sieg fighten und es auch dem VfL so schwer wie möglich machen“, sagt Trainer Fred Hanke.



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