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Starkes Comeback von Rohrsens Torhüterin beim 21:21 im Drittliga-Kellerduell gegen Schlusslicht Greven

Super-Schostag rettet Remis

Hameln. Sie haben gekämpft wie Löwinnen, doch es hat nicht zum Heimsieg gereicht. Das Remis im Keller-Duell gegen das noch sieglose Drittliga- Schlusslicht Greven (21:21) fühlte sich für Rohrsens Handballfrauen wie eine Niederlage an. Der MTV Rohrsen war zwar über weite Strecken des Spiels die klar bessere Mannschaft, führte Mitte der ersten Halbzeit sogar mit 9:6 – doch am Ende konnten sich die Spielerinnen bei ihrer Torhüterin Michaela Schostag bedanken, dass sie die Partie nicht noch verloren haben. Rohrsens Klasse-Keeperin parierte 30 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter von Alexa Beckmann, die auch im Nachwurf an der überragenden Schostag scheiterte.

veröffentlicht am 10.11.2013 um 14:04 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Das Keller-Duell stand bis zum Schluss auf Messers Schneide. „Dass es so spannend wird, hätte ich nicht gedacht“, sagte Rohrsens Coach Mike Bezdicek, denn in den ersten 20 Minuten hatte der MTV das Spiel im Griff und hätte sich beim Stand von 9:6 (17.) sogar vorentscheidend absetzen können, wenn Lisa Huch, die ein starkes Spiel machte und mit elf Treffern Rohrsens beste Torschützin war, Manuela Schostag und Vanessa Stöber nicht reihenweise nur den Pfosten getroffen hätten. Und statt klar zu führen, lag Rohrsen zur Halbzeit plötzlich mit 11:12 sogar zurück. Und auch nach dem Seitenwechsel hatten die Rohrsenerinnen Probleme, ihren Spielrhythmus wiederzufinden. Als Greven eine Viertelstunde vor Schluss mit 18:15 führte, schien Rohrsens Niederlage schon fast besiegelt zu sein. Doch mit dem Mut der Verzweiflung kämpften sich Schostag & Co. noch einmal heran. Zehn Minuten vor dem Ende (18:18) war die Partie wieder völlig offen. Durch Treffer von Lisa Huch und Antje Peyerl lag Rohrsen sogar mit 20:19 und 21:20 vorne, doch Greven glich durch zwei 7-Meter-Tore von Zsuzsa Baross und Alexa Beckmann jeweils aus. Es ging rauf und runter – bis 90 Sekunden vor Schluss plötzlich der Computer abstürzte und die Partie vom Schiedsrichter-Duo David Große/Sven Kreutz für einige Minuten unterbrochen wurde. Nach dem Wiederanpfiff überschlugen sich dann in der hektischen Schlussminute die Ereignisse: Erst ballerte Manuela Schostag den Ball an den Pfosten. Im Gegenzug gab es nach einem Foul von Nina Griese an Zsuzsa Baross einen Strafwurf für Greven, den Rohrsens Torhüterin Michaela Schostag, die zuletzt wegen eines Schleudertraumas fehlte und sich bei ihrem Comeback mit 19 Paraden eindrucksvoll zurückmeldete, glänzend parierte – und den Nachwurf gleich auch.

Und auch die letzte Szene des Spiels sorgte für Diskussionsstoff: Nach einem siebenmeterreifen Foul an Rohrsens Kreisläuferin Ute Abel entschied der Schiedsrichter nur auf Freiwurf, der quasi mit der Schlusssirene in Grevens Mauer landete. So endete das Spiel 21:21 – ein Remis, das Rohrsen im Abstiegskampf nicht weiterhilft.

MTV Rohrsen: Lisa Huch (11/2), Christin Bormann, Manuela Schostag (beide 3), Nina Griese (2), Katharine Tyce, Antje Peyerl (je 1)



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