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Handball-Freunde verlieren ohne Trainer mit 29:34 / Tzoufras verletzt sich am Knie

Springe ärgert Gummersbach eine Halbzeit

Handball (jab). Auch ohne Trainer hat Drittligist HF Springe im ersten Testspiel der Saison vor heimischer Kulisse gegen Bundesligist VfL Gummersbach eine gute Figur abgegeben. 29:34 (18:19) verloren die Springer, die vor der Pause lange Zeit führten, vor 250 Zuschauern. Coach Oleg Kuleshov konnte nicht dabei sein. In der vergangenen Woche hatte er sich einer Knie-Operation unterzogen.

veröffentlicht am 29.07.2012 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Manager Dennis Melching, der die Bank übernahm, war zufrieden. „Die erste Halbzeit war sehr gut, nach der Pause hat die Kraft etwas nachgelassen.“ Aber es ging nicht um Sieg oder Niederlage. Gummersbachs Coach Emir Kurtagic sah dagegen reichlich Verbesserungsbedarf bei seinem Team, in dem die Nationalspieler Kentin Mahé und Adrian Pfahl fehlten. „Was wir in der ersten Halbzeit in der Abwehr geleistet haben, war eine Katastrophe“, sagte er. „Ich war nur mit zehn Minuten zufrieden.“

Dabei schien alles nach Plan zu laufen für den VfL. Nach fünf Minuten lag der Erstligist 5:2 vorn. Doch Neuzugang Theodoros Evangelidis, der einen starken Eindruck hinterließ, sowie Fabian Hinz und Maximilian Kolditz machten daraus eine 6:5-Führung für Springe. Die Tore und auch die Paraden der Torhüter Andreas Stange und Jendrik Meyer, der nach dem Seitenwechsel sein Debüt vor dem Springer Publikum gab, wurden frenetisch bejubelt. Auch der dritte Zugang Charalampos Mallios machte als Spielmacher eine gute Partie.

„Die erste Halbzeit war überragend“, sagte Kolditz, „wenn man bedenkt, dass es erst der zweite Test war und dann gegen so einen Gegner.“ Hinz war weniger euphorisch: „Ein gutes Testspiel, aber Gummersbach war im Trainingslager und hatte am Tag vorher noch ein schweres Spiel.“ Nach der Pause lief es besser beim VfL. Kurtagic stellte in der Abwehr um und brachte im Tor Borko Ristovski, der wesentlich mehr Bälle parierte als zuvor Aljosa Rezar. So gelangen Springe in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit – da durften Jonas Borgmann und Lukas Michalsky aus der zweiten Mannschaft für die Außen Hinz und Kolditz ran – gerade mal drei Tore.

Eine Schrecksekunde gab es gleich nach der Pause, als Tzoufras mit Dennis Krause zusammenprallte, liegen blieb und sich das Knie hielt. Er konnte weiterspielen – bis zur 51. Minute – dann prallte er erneut mit Krause zusammen, musste minutenlang behandelt und nach dem Spiel in die Kabine getragen werden. Melching glaubt aber nicht, dass er lange ausfällt: „Er hat sich das Knie nicht verdreht, es wird nichts gerissen sein.“

HF Springe: Stange, Meyer – Hinz (9/6), Kolditz (5), Evangelidis (5), Tzoufras (4), Karpstein (4), Mallios (1), Borgmann (1), Deutsch, Michalsky.

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