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Aerzens Handballer auf Wanderschaft

Sporthalle zu! Siegbert Schubert lässt Dampf ab

Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Die Spieler der Handball-Freunde Aerzen stehen schon seit drei Wochen vor verschlossenen Hallentüren. Eine Tatsache, die Vereinschef Siegbert Schubert jeden Tag aufs Neue auf die Palme bringt: „Eine gute Saisonvorbereitung sieht anders aus.“

veröffentlicht am 22.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

In der zweiten Juli-Hälfte konnte Aerzens neuer Coach Andrej Antonewitch seine Spieler noch in der Kreissporthalle – trotz kaputter Tore – bei Laune halten. Seit Anfang August sind die Handball-Freunde eher zu Wandervögeln geworden. Die eine oder andere Sporthalle haben sie inzwischen zwar schon mal wieder von innen gesehen, nicht aber die in Aerzen. In der Hummetalhalle regieren derzeit die Handwerker, in der Kreissporthalle war für lange Zeit die übliche Ruhe der Sommerferien eingekehrt.

„Unter einer optimalen Vorbereitung verstehe ich etwas anderes“, ärgert sich auch Antonewitch, der vor einigen Jahren schon einmal bei den Handball-Freunden unter besseren Bedingungen auf der Trainerbank saß. Schön, dass die Aerzener gute Kontakte zu anderen Vereinen pflegen. So trainierten die Lila-Weißen zuletzt sogar einige Male gemeinsam mit dem TV Hillentrup. „Nicht mehr als eine Notlösung. Trainieren ja, Duschen nein“, umriss Siegbert Schubert die Ausweichmöglichkeit im Lipperland. Dazu ärgert ihn, dass diese Woche für Woche aus dem Hut gezauberten Notlösungen auch noch die Vereinskasse unnötig belasten. „Das tut einem kleinen Verein wie den Handball-Freunden richtig weh“, lässt Schubert Dampf ab.

Ein Provisorium für die kommenden zwei Wochen hat der umtriebige Vereinsvorsitzende immerhin schon wieder parat: „Da werden wir gemeinsam mit dem TSV in der Groß Berkeler Halle trainieren können.“ Die Wanderschaft der Aerzener geht auf jeden Fall bis zum Ende der Sommerferien weiter. Nach den Auftritten beim Turnier in Groß Berkel und in Hillentrup wird am Sonntag erneut im Lipperland gespielt, diesmal beim TuS Brake.

Ein Hoffnungsschimmer glimmt für Schubert aber dennoch, wenn auch nur in weiter Ferne. Heute trifft sich der Vereinsvorsitzende mit den zuständigen Vertretern der Gemeinde Aerzen, um in einem klärenden Gespräch die leidigen Hallenprobleme aus der Welt zu schaffen: „Für dieses Jahr ist der Zug wohl abgefahren. Ich hoffe aber, dass wir für die Zukunft endlich eine sportlich tragbare Lösung finden.“

Zufrieden sieht anders aus: Vereinschef Siegbert Schubert steht vor der verschlossenen Hummetalhalle und die Saison rückt näher.

Foto: kf



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