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22:29 – VfL leistet sich 31 Fehlwürfe und wird von Hildesheim II vorgeführt

Sohl sauer: „Unter aller Kanone“

Hameln. Das war ein misslungener Heimspielstart ins Jahr 2015. Der VfL Hameln kassierte in der Handball-Oberliga eine 22:29 (10:12)-Pleite gegen Eintracht Hildesheim II. Dadurch fiel der VfL auf den fünften Platz zurück und konnte aus der zeitgleichen Niederlage von Spitzenreiter MTV Vorsfelde (24:31 bei TV Eiche Dingelbe) keinen Profit schlagen.

veröffentlicht am 25.01.2015 um 12:27 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Die Gäste schickten zwar einige Spieler aufs Parkett, die schon Einsätze im Hildesheimer Zweitligateam in der Vita haben, dennoch waren mit Lothar von Hermanni und Erik Gülzow die bis dato besten Werfer diesmal zu Hause geblieben. „Der Gegner hat uns klar die Grenzen aufgezeigt und war auch körperlich sehr präsent“, lautete das Fazit von Trainer Henning Sohl, der kurzfristig auf Kreisläufer Heiko Heemann (Magen-Darm-Infekt) verzichten musste.

Die Hildesheimer Bundesliga-Reserve zog den Hausherren mit einer sehr robusten und stabilen Deckungsreihe, sonst eigentlich das VfL-Markenzeichen, den Zahn. Hellwach auch Torwart Pascal Kinzel, der reihenweise beste Hamelner Möglichkeiten zunichte machte und bis zu seiner Auswechselung in der 50. Minute 16 gehaltene Bälle auf dem Statistikbogen hatte. „Wir hatten am Ende insgesamt 31 Fehlwürfe. Eine solche Chancenverwertung ist unter aller Kanone“, nannte Henning Sohl die Hauptursache für die Niederlage. Die Eintracht war von Beginn an die tonangebende Mannschaft.

Lediglich beim 10:9 in der 25. Minute lag der VfL einmal in Führung, gab diese aber auch schnell und leichtfertig wieder aus der Hand. Kurz zuvor wurde Kapitän Torben Höltje von Maurice Herbold mit Ellenbogencheck nieder gestreckt, hatte danach Kreislaufprobleme und konnte nicht mehr mitwirken. Die klare Tätlichkeit des Hildesheimers blieb von den Schiedsrichtern ungeahndet. „Damit hat uns dann auch noch unser Kopf gefehlt und wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten“, resümierte der Trainer. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Gäste, wo Maurice Lungela (7), Savvas Savvas (6/1) und Maurice Herbold (5/1) am besten trafen, gleich Nägel mit Köpfen und zogen bis zur 46. Minute uneinholbar auf 13:24 davon. Die Hamelner wurden in eigener Halle vorgeführt. „Das war von Anfang an ein komisches Spiel, irgendwas hat gefehlt. Aber die erste Viertelstunde in der zweiten Halbzeit ging gar nicht. Das war vorne nichts und hinten nichts. Wir haben uns schön den Schneid abkaufen lassen“, wollte Spielmacher Jannik Henke möglichst schnell einen Haken hinter diese Partie machen. Hildesheim ließ sich selbst durch zwei Rote Karten gegen Tim Zechel in der 37. Minute nach dritter Zeitstrafe und Maurice Herbold (48.) nach einem Kopftreffer gegen Torwart Yannick Rüter nicht mehr vom Kurs abbringen.

„Im ersten Abschnitt haben wir einige Bälle leichtfertig verloren. Im zweiten Durchgang haben wir das Spiel aber sehr konzentriert durchgezogen“,, war Eintracht-Trainer Marcus Schiech rundum zufrieden. „Auch wenn nach dem zwischenzeitlichen deutlichen Rückstand die Verunsicherung groß war, haben wir uns nicht abschlachten lassen und weiter gekämpft. Das müssen wir als positive Erkenntnis aus diesem Spiel mitnehmen“, sagte Henning Sohl, konnte seine Enttäuschung aber nicht verbergen.

VfL Hameln: Rosenthal, Rüter - Schubert (5), Niemeyer (4), Höltje (3/1), Pille (3/1), Henke (2), Gödecke (2), Künzler (1), Schorich (1), Maczka (1), Glatz, Brendler, Colussi. jko



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