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Hamelns Oberliga-Trainer fordert vor Duell gegen Börde Handball mehr Aggressivität

Sohl sauer: „Sind zu lieb“

Hameln. In der letzten Episode des Heimspiel-Vierteilers erwartet Handball-Oberligist VfL Hameln am Samstag (19.15 Uhr) in der Sporthalle Afferde die SG Börde Handball. Hamelns Oberliga-Trainer Henning Sohl fordert vor Duell mehr Aggressivität in der Abwehr: „Wir sind einfach zu lieb.“

veröffentlicht am 06.11.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Die ersten drei Teile hatten bislang alles zu bieten, allerdings mit abfallender Tendenz in der Formkurve der Hausherren. Dem Remis gegen Spitzenreiter Braunschweig folgte ein mühsamer Sieg gegen Schlusslicht TG Münden, dem sich dann nach schwacher Vorstellung die erste Heimpleite gegen den HV Barsinghausen anschloss. Die zweiwöchige Spielpause kam insofern gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn ein weiteres Negativerlebnis vor eigener Kulisse wollen die Hamelner auf Teufel komm raus vermeiden. „Gegen Barsinghausen haben wir zwei blöde Punkte liegen gelassen. Das darf sich nicht wiederholen. Meine Jungs sind heiß, diese Scharte auszuwetzen“, sagt Trainer Henning Sohl, der mit Ausnahme des Langzeitverletzten Nils Colussi seinen kompletten Kader zur Verfügung hat. Der Chefcoach hat auch erkannt, wo der Schlüssel zum Erfolg liegt: „Wir brauchen Sicherheit und Stabilität in der Defensive. Bislang haben wir im Schnitt 28 Gegentore pro Spiel kassiert. Das ist zu viel. Wir sind einfach zu lieb. Ich habe den Jungs deutlich gemacht, dass wir hinten mehr Aggressivität, mehr Kommunikation und mehr Motivation brauchen“, fordert der 44-Jährige eine andere Denkweise.

Mit einem Heimsieg will der VfL, der mit 9:5 Punkten derzeit auf Platz sechs rangiert, den Tabellenzehnten (7:7 Zähler) weiter auf Distanz halten. Die SG Börde Handball ist aus einer Fusion der Handball-Abteilungen von TV Eiche Dingelbe und dem TV Garmissen/Ahstedt hervorgegangen. „Unser Ziel war es, Kräfte zu bündeln, die SG langfristig gut aufzustellen und den Handball in der Region zu sichern“, begründet Vorsitzender Thomas Bastian den Schritt. Das Oberliga-Team ist noch nahezu identisch mit dem Dingelber Aufgebot des Vorjahres und wird auch weiterhin von Bernd Neumann trainiert. Mit lediglich 185 Gegentreffern stellt die SG die zweitbeste Abwehr der 4. Liga, mit 176 erzielten Toren aber auch den zweitschlechtesten Angriff. Insofern passt die Floskel „hinten hui – vorne pfui“ hier ziemlich genau. Auswärts fuhren die Börde-Handballer bislang 3:3 Punkte ein, darunter ein beachtenswertes 24:24 beim Vorjahres-Vizemeister Vorsfelde. Die herausragenden Akteure sind im linken Rückraum Kenny-Lutz Blotor, mit 55/22 Treffern Zweiter der Oberliga-Torschützenliste, und der bullige Kreisläufer Sebastian Froböse, der bereits 32-mal traf. „Diese Achse müssen wir in den Griff bekommen. Da sind Patrick Künzler und Andreas Gödecke im Deckungs-Innenblock gefordert. Insgesamt verfügt Börde Handball über eine körperlich sehr präsente Truppe, die uns einiges abverlangen wird“, warnt Trainer Henning Sohl vor dem Gegner. jko



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