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Aufsteiger MTV Rohrsen will heute gegen die „Knetterheidis“ endlich den ersten Saisonsieg feiern

So wollen Hensels Frauen den Frust wegjubeln

Wann dürfen Rohrsens Handball-Frauen endlich wieder jubeln? Seit einer gefühlten Ewigkeit hat der MTV kein Punktspiel mehr gewonnen. Den letzten Sieg (29:14 gegen Germania List) gab es am 6. Mai dieses Jahres – also vor genau 181 Tagen. Es war damals das letzte Spiel einer grandiosen Oberliga-Saison, in der Schostag & Co. alles gewannen, was es zu gewinnen gab. Doch nach dem Titelgewinn und dem direkten Wiederaufsieg in die 3. Liga folgte die Ernüchterung: 6 Spiele, 6 Niederlagen. Das hatte sich Rohrsens Coach Michael Hensel bestimmt anders vorgestellt.

veröffentlicht am 02.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 21:52 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Doch schon heute könnte diese Katastrophen-Bilanz (0:12 Punkte, 112:164 Tore) Geschichte sein. Um 16.30 Uhr wird in der Sporthalle Hohes Feld die Partie gegen die SG Knetterheide/Schötmar angepfiffen, die mit 3:9 Punkten zurzeit Elfter ist. Und wie man gegen die „Knetterheidis“ gewinnt, müsste das Team um Mannschaftsführerin Inga Symann eigentlich noch wissen. Vor zwei Jahren, als die Frauen des Männerturnvereins schon einmal in der 3. Liga spielten, konnte Rohrsen beide Punktspiele gegen die „Knetterheidis“ gewinnen – mit viel Mühe, aber immerhin. Erst 18:17 zu Hause, dann 26:24 auswärts. Na, wenn das kein gutes Omen ist?

Genützt hat es allerdings nichts. Mit 10:38 Punkten stieg der damals vom Verletzungspech gebeutelte MTV Rohrsen nach nur einer Saison gleich wieder aus der 3. Liga ab. Momentan sieht es für Rohrsen nicht viel besser aus. Der noch sieglose MTV schwebt als Ligaschlusslicht in akuter Abstiegsgefahr. Die Lage ist sehr ernst, aber nicht hoffnungslos. Das weiß auch Hensel. Trotz des miserablen Saisonstarts ist der Nicht-Abstiegsplatz zurzeit nur drei Punkte entfernt. Und auf diesem 11. Platz steht ausgerechnet der heutige Gegner. Die SG Knetterheide/Schötmar ist also ein direkter Konkurrent, den man zu Hause eigentlich schlagen muss, wenn man den Klassenerhalt schaffen will. Doch der Gegner ist bestimmt nicht so schlecht, wie der aktuelle Tabellenstand vermuten lässt. Im Kader sind u. a. mit Kathrin Hill, Kateryna Lippert, Katrin Neumann und Elena Reuschel einige richtig gute Handballerinnen, die Hensels Frauen das Leben bestimmt ganz schön schwermachen werden. Für den Aufsteiger aus Rohrsen beginnen mit der heutigen Partie die Wochen der Wahrheit: Gegen Teams wie Knetterheide, Blomberg-Lippe II, Dortmund und Thüringen könnte bis zum Ende der Hinrunde der Grundstein zum angepeilten Klassenerhalt gelegt werden, der nicht unmöglich ist.



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