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Nach der 24:30-Heimpleite gegen Eintracht Hildesheim ist der Klassenerhalt in der 3. Liga in akuter Gefahr

So taumelt der MTV Rohrsen dem Abgrund entgegen

Handball. Michaela Schostag warf kurz vor Schluss frustriert ihre Trinkflasche auf den Boden. Die Torhüterin des MTV Rohrsen war schon bei ihrer Auswechslung mächtig angefressen, weil ihr Team das Keller-Derby gegen Eintracht Hildesheim sang- und klanglos zu verlieren drohte. Einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen brachten dann bei ihr das Fass zum Überlaufen: „Das darf ja wohl nicht wahr sein“, schimpfte sie – und fasste sich an den Kopf.

veröffentlicht am 16.01.2011 um 19:02 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 16:40 Uhr

Fassungslos: Michaela Schostag.
aro

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Das tat auch Rohrsens Trainer Michael Hensel, den die vielen haarsträubenden Fehler seiner Spielerinnen an der Seitenlinie fast zur Verzweiflung brachten. Selbst seine Auszeiten blieben ohne die erhoffte Wirkung. Der Aufsteiger spielte am Samstag wie ein Absteiger!

Mit so einer erschreckend schwachen Leistung wie bei der 24:30-Heimpleite gegen Hildesheim können Rohrsens Frauen in der 3. Liga keinen Blumentopf gewinnen. Nach der neunten Saisonniederlage ist der Klassenerhalt in akuter Gefahr. Das sieht zwar auch Hensel so. Der Trainer wird aber nicht müde zu betonen, dass die Saison noch lang ist. Allerdings wird die Luft für den MTV immer dünner.

Die zwei Pluspunkte gegen Hildesheim hatte Hensel nämlich fest eingeplant. Doch nicht der Gegner aus Hildesheim, dem eine durchschnittliche Leistung zum Sieg reichte, machte ihm einen Strich durch die Rechnung, sondern seine eigenen Spielerinnen, die völlig von der Rolle waren. Durch die vielen unnötigen Ballverluste im Spielaufbau machte sich der MTV selbst das Leben schwer. Und auch die Torchancenauswertung war miserabel.

Manuela Schostag und Nevena Orsulic war nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Foto: nls

Nur einmal ging Rohrsen in Führung – beim 1:0 durch Manuela Schostag. Danach lief so gut wie nichts mehr. Mitte der ersten Hälfte lag der MTV schon mit fünf Toren zurück, kämpfte sich aber zur Halbzeit (11:12) noch einmal heran. Zwar konnte Nevena Orsulic kurz nach dem Seitenwechsel zweimal ausgleichen, doch dann folgte der Einbruch. „Wir waren heute dem Druck nicht gewachsen“, stellte Hensel hinterher fest.

MTV Rohrsen: Manuela Schostag (8/3), Nevena Orsulic (5), Kirsten Bormann (3), Vanessa Stöber, Anja Basteck, Nina Griese (je 2), Janika Kohnke-Zander, Katharina Tyce (je 1).



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