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Auch ohne Top-Torjägerin bieten Rohrsens Frauen Tabellenführer Oyten Paroli

So spielt kein Absteiger

Hameln. Rohrsens Handballfrauen hielten gegen Tabellenführer TV Oyten gut mit, mussten sich am Ende aber mit 30:36 (12:17) geschlagen geben.

veröffentlicht am 24.02.2013 um 14:11 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

Hameln. Dieses verlorene Spiel macht Hoffnung. Das hört sich blöd an, ist aber so. Rohrsens Handballfrauen schweben in der 3. Liga zwar weiter in akuter Abstiegsgefahr. Aber bei der 30:36 (12:17)-Heimniederlage gegen den souveränen Tabellenführer TV Oyten hat sich das Team von MTV-Coach Mike Bezdicek nicht nur richtig gut verkauft, sondern auch eindrucksvoll bewiesen, dass der Abstiegskandidat gegen ein Topteam der 3. Liga durchaus mithalten kann. Und das, obwohl die personellen Voraussetzungen alles andere als rosig waren. Weil neben den drei Langzeit-Ausfällen Anja Dippe, Saskia Diedrichs und Vanessa Stöber auch Rohrsens Top-Torjägerin Manuela Schostag und Abwehrchefin Nina Griese mit Grippe im Bett lagen, musste Bezdicek improvisieren, weil er nur einen Mini-Kader zur Verfügung hatte. So musste Christin Bormann, die normalerweise auf Rechtsaußen auf Torejagd geht, diesmal auf der zentralen Spielmacherposition aushelfen. Und auch Janika Kohnke-Zander, die als „Indianer“ vor der Abwehr wieder einen super Job machte, wurde als Kreisläuferin ins kalte Wasser geschmissen – und machte auf ungewohnter Position ihre Sache wirklich gut. Nichtsdestotrotz war die Niederlage gegen den wohl zukünftigen Meister laut Bezdicek quasi vorprogrammiert, „denn gegen so eine starke Truppe wie Oyten muss alles passen“. Doch obwohl Rohrsen wieder einmal nicht in Bestbesetzung antreten konnte, wäre mit etwas Glück sogar gegen den Titelfavoriten etwas drin gewesen – zumindest ein Punkt. Und damit hatte vor dem David-gegen-Goliath-Duell weder „Bezze“ noch Oytens Coach Sebastian Kohls gerechnet, der von der starken Leistung des MTV mehr als beeindruckt war: „Für mich steht fest, dass Rohrsen den Klassenerhalt schaffen wird. Definitiv!“ Seine Mannschaft sei zwar dafür bekannt, viele Gegentore zu kassieren. Doch von dem mit insgesamt 389 Treffern bisher schwächsten Angriff der Liga 30 Stück eingeschenkt zu bekommen, hatte Oytens Trainer nicht gerechnet, wie er hinterher zugab. Der Aufsteiger, der bei der 16:36-Hinspielpleite in Oyten noch chancenlos war, war laut Kohls „nicht wiederzuerkennen“. Rohrsen sei echt schwer zu verteidigen gewesen. „Die Truppe hat von dem neuen Trainer einen ganz neuen Geist eingehaucht bekommen. Die sind ganz anders zur Sache gegangen als im Hinspiel“, so Kohls. Im Gegensatz zum Hinspiel kämpften Rohrsens Frauen tapfer und gaben sich diesmal nicht vorzeitig auf, obwohl sie zwischenzeitlich einem Sieben-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten. Nach dem 20:27 (47. Minute) schien die Partie gelaufen zu sein, doch das Team um Mannschaftsführerin Inga Symann bewies eine tolle Moral und holte Tor um Tor auf. Und als zehn Minuten vor Schluss Christin Bormann auf 25:28 verkürzte, wurde es noch einmal spannend. Doch die erhoffte Wende blieb aus.

Doch das Ergebnis war für Rohrsens Coach zweitrangig: „Es wäre echt schade, wenn wir absteigen müssten. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie in die 3. Liga gehört“, so Bezdicek.

MTV Rohrsen: Kirsten Bormann (9/1), Christin Bormann, Lisa Huch (je 6), Janika Kohnke-Zander (5), Katharine Tyce (2), Inga Symann, Antje Peyerl (je 1)



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