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30:30 gegen Union Halle: MTV Rohrsen klettert in der 3. Liga auf Nicht-Abstiegsplatz

Schostag und Huch retten Remis

Rohrsen. Rohrsens Coach Mike Bezdicek musste sich nach dem mit Müh und Not erkämpften Remis gegen Union Halle erst einmal eine Zigarette anzünden, um seine Nerven zu beruhigen. „Bezze“ war nach dem spannenden Handball-Krimi fix und fertig, sein Poloshirt nach der dramatischen Schlussphase nass geschwitzt. Doch am Ende war Rohrsens Coach nach dem glücklichen 30:30 (13:18) gegen Union Halle sichtlich erleichtert, dass die drohende Niederlage, die zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 23:28 schon fast besiegelt schien, nach einer furiosen Aufholjagd doch noch verhindert wurde.

veröffentlicht am 12.01.2014 um 12:54 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

16 Sekunden vor Schluss erlöste Lisa Huch mit einem verwandelten Siebenmeter zum 30:30-Endstand Rohrsens Frauen – und krönte damit ihre bärenstarke Leistung. Mit 14 Treffern, davon fünf Siebenmeter, verdiente sich Huch neben der in der zweiten Halbzeit überragenden Manuela Schostag (12) die Bestnote. Beide erzielten zusammen 26 der insgesamt 30 Tore für Rohrsen. Und auch Torhüterin Michaela Schostag, die über 20 Bälle parierte, zeigte eine Klasse-Partie.

Mit der ersten Halbzeit war Rohrsens Trainer „überhaupt nicht zufrieden“, weil sich der MTV zu viele technische Fehler und unnötige Ballverluste leistete. Und auch die vielen Gegentore, die Rohrsen in Überzahl kassierte, waren „Bezze“ ein Dorn im Auge.

Als geschickter Schachzug entpuppte sich in der zweiten Hälfte die Umstellung auf eine raumorientierte 3:3-Deckung mit Janika Kohnke-Zander, Antje Peyerl und Christin Bormann als „Indianer“ vor der Abwehr. Gegen diese offensive Deckung tat sich der Gegner aus Halle, der fast das ganze Spiel über in Führung lag, schwer und gab den sicher gelaubten Sieg in den Schlussminuten dann doch noch aus der Hand.

„Wir haben uns den Punkt mehr als verdient und können ihn auch mehr gebrauchen als Halle“, sagte Bezdicek. Denn im Hinblick auf den angepeilten Klassenerhalt in der 3. Liga war das Remis schon jetzt Gold wert, weil mit Ausnahme des Tabellen-12. TSV Hahlen (28:27 gegen Recklinghausen) die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – Osterode-Harz (25:26 in Oldenburg), VfL Stade (14:29 in Bad Salzuflen) und SC Greven 09 (30:31 in Badenstedt) – zum Rückrundenstart Niederlagen einstecken mussten. Somit steht Rohrsen mit 8:20 Punkten als Tabellen-11. auf einen Nicht-Abstiegsplatz, den Schostag & Co. bis zum Saisonende verteidigen wollen.

Sorgen macht sich Bezdicek um Vanessa Stöber, die in der Halbzeitpause über Schmerzen im Knie klagte und in der zweiten Hälfte nicht mehr eingesetzt werden konnte. Ob Stöber, die nach einem Kreuzbandriss seit einigen Wochen erst wieder fit war, für das Recklinghausen-Spiel ausfällt, ist fraglich. Fest steht, dass Bezdicek in der Rückrunde ohne Anna Völkel planen muss. Die 16-jährige Kreisläuferin darf in Rohrsens Drittligateam aufgrund der im Handball geltenden Jugendschutzbestimmungen trotz des Doppelspielrechts nicht eingesetzt werden, weil sie in der B- und A-Jugend bereits für zwei verschiedene Mannschaften spielte.

MTV Rohrsen: Huch (14/5), Ma. Schostag (12), C. Bormann, Griese, Peyerl, Stöber (je 1).



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