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Rohrsens erster Sieg / 27:25 gegen Verl

Riesenjubel nach dem großen Nervenflattern

Handball (kf). Am Ende hatten sie alles richtig gemacht – nach dem ersten Sieg in der 3. Liga herrschte bei den Handballfrauen des MTV Rohrsen auch zum ersten Mal Jubelstimmung. Mit 27:25 (16:12) schickte der MTV das weiter sieglose Schlusslicht TV Verl auf die Heimreise. Für die mehr als 250 Zuschauer war das Kellerduell aber nichts für schwache Nerven. Die lagen Mitte der zweiten Halbzeit eher blank.

veröffentlicht am 31.10.2010 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

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Das Team von Trainer Michael Hensel führte bereits mit 17:12, bekam dann aber das große Fracksausen. Torjägerin Manuela Schostag war nach 20 Minuten umgeknickt und konnte eine halbe Stunde nur zuschauen. Dann ging auch noch Nina Griese K. O., sie musste wegen einer Platzwunde am Jochbein eine längere Auszeit nehmen. Als die beiden Rückraumspielerinnen behandelt werden mussten, lief auf dem Spielfeld nicht mehr viel zusammen. Beim MTV, der 35 Minuten das Geschehen kontrollierte, war der Faden gerissen. Der von Uwe Landwehr trainierte TV Verl witterte Morgenluft und ergriff die Initiative.

Das Team aus Westfalen scheiterte jedoch im Abschluss. Aber nicht an ihrer eigenen Wurfschwäche, sondern vor allem an der erneut überragenden Torhüterin Michaela Schostag. Mit tollen Paraden entschärfte sie mehr als 20 Bälle. Trotz ihrer Topleistung drohte die Partie dennoch zu kippen. Weil im Angriff eine Viertelstunde überhaupt nichts zusammenlief. „Da hat niemand mal das Heft in die Hand genommen“, sagte Trainer Hensel, dem in dieser Phase Schweißperlen auf der Stirn standen. Seine Mannschaft zeigte sich nach dem Ausfall der beiden Haupttorschützinnen reichlich verunsichert. „Da flatterten die Nerven und zu oft wurde die Verantwortung weitergereicht.“ Spätestens als Verl sechs Minuten vor dem Abpfiff mit 24:22 in Führung ging, begann selbst bei Rohrsens größten Fans das Zittern.

Doch die medizinische Abteilung hatte zwischenzeitlich Schwerstarbeit geleistet. Mit der Rückkehr von Manuela Schostag und Nina Griese ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Ihre ersten beiden Versuche hämmerte die achtfache Torschützin Manuela Schostag zwar über die Torlatte, danach rückte sie mit drei Toren in Folge die Verhältnisse wieder gerade. „Wir haben den Kopf trotz des Rückstandes hochgehalten“, freute sich Michael Hensel. „Meine Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt.“

Rohrsen: Michaela Schostag, Neumann (n.e.) – Basteck (3), Kirsten Bormann (2), Deutsch (3), Griese (6), Kohnke-Zander (1), Orsulic (3), Manuela Schostag (8), Stöber (1), Tyce.

Vor Freude fast erdrückt – Rohrsens Torhüterinnen Michaela Schostag ist unter dem Pulk ihrer Mitspielerinnen gar nicht mehr zu sehen.

Foto: nls



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