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Landesliga-Knaller in Emmerthal: Die beiden Trainer im Doppel-Interview

Raddatz oder Griese – nur einer steigt auf

Emmerthal. Ein Novum in der Handball-Geschichte des Kreises Hameln-Pyrmont. Zwei Vereine kämpften noch nie Kopf an Kopf um den Aufstieg in die Verbandsliga. Jetzt stehen Spitzenreiter TSG Emmerthal (28:6 Punkte) und die HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf (24:8) kurz vor dem großen Wurf. Am Sonntag (17 Uhr) steigt in Kirchohsen das brisante Derby. Vor dem Duell der Landesliga-Topteams sprach die Dewezet-Sportredaktion mit den beiden Trainern Christian Raddatz und Carem Griese über Taktik, Chancen und Aufstiegsambitionen.

veröffentlicht am 08.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:21 Uhr

Neun Spieltage vor Saisonende wird die Situation in der Landesliga spannend. Beschäftigen Sie sich schon intensiv mit dem Thema Verbandsliga?

Raddatz: Natürlich macht man sich Gedanken, aber noch ist nichts entscheiden. Und mit Söhre ist auch ein dritter Verein im Rennen. Doch wenn wir am Sonntag gewinnen, sind wir in der besten Ausgangslage.

Griese: Der Erste steigt ja zwangsläufig auf, aber für uns ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Wir haben ein schweres Restprogramm und müssen bei den wichtigen Spielen immer auswärts antreten. Wenn wir verlieren, dürfte Emmerthal wohl durch sein. Aber wenn es bei uns tatsächlich klappen sollte, wäre das umso schöner.

Auf welchen Positionen müsste der aktuelle Kader verstärkt werden, wenn der Sprung in die Verbandsliga klappen sollte?

Raddatz: Verstärkung müssten wir schon holen. Im rechten Rückraum fehlt uns noch ein Linkshänder, aber die sind bekanntlich rar gesät. Dazu könnten wir einen zweiten Kreisläufer gut gebrauchen.

Griese: Mit unserem Kader könnten wir in der Verbandsliga zwar nicht unter den ersten fünf landen, aber für einen Platz im Mittelfeld wird es reichen. Deshalb wird sich unser Plan nicht ändern. Junge Spieler aus der Region sollen bei uns weiterhin eine sportliche Perspektive haben. Die wollen wir auf Landesliga- oder auch Verbandsliganiveau bringen.

Wo sehen Sie im Derby die Chancen ihrer Mannschaft?

Raddatz: Für uns spricht vor allem der Heimvorteil. Wir haben in eigener Halle noch kein Spiel verloren und die weiße Weste wollen wir behalten.

Griese: Wir treten als kompakte Mannschaft auf, die gemeinsam etwas erreichen will. Das Schlüsselspiel war in Springe. Da haben wir gegen die mit einigen Drittliga-Spielern verstärkte Zweite gewonnen. Und das hat meine Mannschaft hungrig gemacht. Wir sind nicht chancenlos.

Kann man eigentlich große Unterschiede im spielerischen Bereich der beiden Mannschaften erkennen?

Raddatz: Ich sehe eher einige Ähnlichkeiten. Da treffen starke Torhüter und kompakte Abwehrreihen aufeinander. Für die Oldendorfer spricht außer dem starken „Eins-gegen-Eins-Spiel“ vor allem der Kampfgeist. Die geben nie auf.

Griese: Die TSG ist schwer auszumachen. Da können Spieler wie Jan Owczarski, Tobias Brackhahn, Gordon Wahl oder Jonas Niemann ein Spiel allein entscheiden. Doch wir müssen unsere Stärken in den Vordergrund stellen.

Gibt es im Derby Probleme, werden Spieler fehlen?

Raddatz: Am Donnerstag waren alle fit, in so einem wichtigen Spiel will keiner fehlen.

Griese: Wir haben tatsächlich ein Problem. Mit Björn Herrmann und Tobias Schöttelndreier fallen meine beiden Kreisläufer aus.

Interview: Klaus Frye



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