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Handball: Daumen schon wieder kaputt – aber Hamelns Torjäger plant schon seine Rückkehr

Pille-Comeback im April?

HAMELN. Jannis Pille hat sich bereits zum zweiten Mal in dieser -Saison den Daumen gebrochen. Damit fällt der Torjäger des Handball-Oberligisten VfL Hameln voraussichtlich bis April aus.

veröffentlicht am 15.02.2018 um 16:15 Uhr

Fällt mit Daumenbruch lange aus: Hamelns Torjäger Jannis Pille. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Seine schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Jannis Pille hat sich den Daumen an seiner rechten Wurfhand gebrochen. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison. Damit setzt sich die Verletzungsmisere beim Handball-Oberligisten VfL Hameln nach dem voraussichtlichen Saison-Aus für Kapitän Torben Höltje (Knorpelschaden im Knie) und Spielmacher Jannick Henke (Leistenbruch) weiter fort.

Ein Schock war die Diagnose für Hamelns Torjäger, der sich die Verletzung am Samstag im Heimspiel gegen die HG Rosdorf-Grone (17:20) zugezogen hat, nicht: „Damit hatte ich schon gerechnet. Der Daumen hat echt wehgetan und sah wirklich nicht gut aus“, sagt Pille, der nach seinem ersten Daumenbruch über zwei Monate pausieren musste. „Ich hoffe, dass es diesmal nicht so lange dauert und ich möglichst schnell wieder fit werde. Aber vor der Oster-Pause werde ich wohl kein Spiel mehr machen können.“

Als möglichen Comeback-Termin hat der 28-Jährige den 8. April ins Auge gefasst: das Auswärtsspiel gegen die HSG Plesse-Hardenberg. „Wenn alles nach Plan läuft und der Daumenbruch gut verheilt, könnte das klappen“, sagt Pille, dem seit seinem Kreuzbandriss im Jahr 2012 das Verletzungspech zu verfolgen zu scheint. Aber davon will sich Pille nicht entmutigen lassen. An ein mögliches Karriere-Ende verschwendet er keinen Gedanken: „Dafür bin ich mit 28 Jahren noch zu jung. Und außerdem macht mir Handball immer noch super viel Spaß.“ Trotz der momentanen Krise.

Wir müssen uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen.

Jannis Pille, VfL Hameln

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie hat der VfL den vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Ein Grund, warum der Vize-Meister der Vorsaison zurzeit mit 16:16 Punkten als Tabellensiebter die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte, ist laut Pille die nicht enden wollende Verletzungsmisere. Die wochenlangen Ausfälle von Torben Höltje, Zsolt Kovacs, Andreas Gödecke, Jannick Henke und Jannis Pille konnte der Kader, der vor Saisonbeginn nicht nennenswert verstärkt wurde, nicht verkraften. „Wenn so viele Leistungsträger so lange ausfallen, hat es jede Mannschaft schwer“, so Pille. Seiner Meinung nach könne man weder den Spielern noch Trainer Frank Huchzermeier, der zuletzt die Einstellung kritisierte, einen Vorwurf machen: „Wir versuchen, dass Beste aus der Situation zu machen. Aber es ist momentan für alle nicht einfach. Wenn du drei Spiele in Folge verlierst, fehlt einfach das Selbstvertrauen“, so Pille. „Dazu kommt, dass wir uns durch unsere schlechte Chancenverwertung selbst das Leben schwermachen. Wir verwerfen zu viele Siebenmeter und freie Würfe nach Tempogegenstößen. Das ist unser Problem. Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, hätten wir die letzten drei Spiele bestimmt nicht verloren.“

Durch die drei Niederlagen in Serie wächst nun laut Trainer Frank Huchzermeier vor dem Auswärtsspiel bei der SG Börde Handball (Samstag, 19.30 Uhr) der Druck des Gewinnenmüssens: „Wir dürfen uns keinen weiteren Ausrutscher erlauben, sonst rutschen wir womöglich in Regionen ab, wo keiner hin will.“ Das sieht auch Jannis Pille so: „Wir müssen uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen.“

Dass am Samstag gegen Börde Handball beim VfL mit Höltje, Henke und Pille die komplette Rückraum-Achse ausfällt, macht laut Pille die sowieso schon schwere Aufgabe nicht leichter: „Die Jungs werden alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Und ich bin mir sicher, dass sie das auch schaffen.“ Jannis Pille drückt auf jeden Fall seinen kaputten Daumen…



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