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VfL hat 16. Saisonsieg im Visier: Hamelns Handballer erwarten die SG Hohnhorst/Haste zum Oberliga-Derby

Pille & Co. wollen am Einsiedlerbach nicht baden gehen

Handball (jko). Auf seiner Tour durch die Sporthallen lernt Oberligist VfL Hameln nach dem „Hohen Feld“ am vergangenen Wochenende an diesem Sonnabend die Arena am Einsiedlerbach kennen.

veröffentlicht am 08.03.2012 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Ab 19.15 Uhr erwarten Oliver Glatz und Co. die SG Hohnhorst/ Haste. „Das wird wieder ein halbes Auswärtsspiel für uns. In der Halle haben wir noch nie trainiert, geschweige denn gespielt. Aber trotz momentan ungünstiger Rahmenbedingungen werden wir alles versuchen, um den 16. Sieg im 20. Spiel einzufahren“, sagt Trainer Sönke Koß, der die derzeitige Bestbesetzung zur Verfügung hat.

Die Vorbereitung verlief nicht störungsfrei. Eine in der Rattenfänger-Halle geplante Übungseinheit musste ersatzlos entfallen, da in dem Bau am Stockhof Aufbauarbeiten für den FDP-Landesparteitag stattfanden. Obwohl der Tabellendritte (30:8 Punkte) von der Papierform her gegen die abstiegsbedrohten Gäste (9:31 Zähler) klar favorisiert ist, wird das Derby eine ganz knifflige Angelegenheit. „Hohnhorst ist im Aufwind und verfügt über eine erfahrene Truppe. Wir müssen sehen, dass wir den starken Deckungs-Innenblock mit Tim Kirchmann und Christian Höflich knacken“, orakelt der Chefcocach. Hamelns Torjäger Jannis Pille erachtet im Vergleich zum Himmelsthür-Spiel eine Steigerung für notwendig: „Da waren wir nicht so durchschlagskräftig im Angriff, hatten wenig Spielfluss und zu viele Einzelaktionen.“

Die Gäste aus dem Schaumburger Land, die den letzten Platz so gut wie abonniert hatten und schon weg vom Fenster schienen, muckten in den letzten Wochen getreu dem Motto „Totgesagte leben länger“ gehörig auf.

5:3 Punkte wurden aus den vergangenen vier Spielen geholt, äußerst respektabel dabei die knappe 26:29-Niederlage gegen die noch ungeschlagene Bundesliga-Reserve des TSV Hannover-Burgdorf sowie der nicht zu erwartende 24:21-Auswärtssieg beim SV Alfeld am vergangenen Wochenende. Als Lohn für die Anstrengungen durfte man die „Rote Laterne“ an den TuS Grün-Weiß Himmelsthür weiterreichen, der bekanntlich 22:28 beim VfL Hameln verlor.

Die Schützlinge von Trainer Olaf Kahl, der im November den glücklosen Jörg Schröder ablöste, dürfen sich nun wieder berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Zum Drittletzten SG Zweidorf/Bortfeld ist man schon auf Schlagdistanz. Insofern will Hohnhorst/Haste auch beim Nachbarn versuchen, aus der Außenseiterrolle heraus das Unmögliche möglich zu machen.

Zu den Stützen gehören Torwart Kritof König, der schon für die Handballfreunde Springe in der 3. Liga spielte, sowie die beiden torgefährlichen Rückraumspieler Tim Kirchmann und Martin Engel. „Wir wollen über den Kampf ins Spiel finden und Handball mit Herz zeigen. Nervosität ist beim Favoriten unangebracht“, meint Trainer Olaf Kahl.



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