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30:30 fällt wenige Sekunden vor Schluss

Pechvogel Stöber bringt MTV Glück

Handball. Kurios – nicht die Spielerinnen retteten Drittligist MTV Rohrsen beim glücklichen 30:30 (16:16) gegen den HSV Haldensleben einen Punkt, sondern das Kampfgericht spielte in allerletzter Sekunde die Hauptrolle. Das Duo mit den Adleraugen hatte aus 25 Metern gesehen, dass beim letzten HSV-Tor der Ball beim Abpfiff noch nicht die Torlinie überquert hatte.

veröffentlicht am 27.02.2011 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Handball. Kurios – nicht die Spielerinnen retteten Drittligist MTV Rohrsen beim glücklichen 30:30 (16:16) gegen den HSV Haldensleben einen Punkt, sondern das Kampfgericht spielte in allerletzter Sekunde die Hauptrolle. Das Duo mit den Adleraugen hatte aus 25 Metern gesehen, dass beim letzten HSV-Tor der Ball beim Abpfiff noch nicht die Torlinie überquert hatte. Die beiden Unparteiischen nahmen das Tor zurück. Rohrsen jubelte, Haldensleben kochte vor Wut. Dank der kaum noch erhofften Punkteteilung, die Vanessa Stöber neun Sekunden vor dem Abpfiff mit ihrem dritten Tor rettete, keimt beim MTV immer noch das letzte Pflänzchen Hoffnung.

„Die Mannschaft gibt sich nicht auf“, lobte Trainer Michael Hensel die Einstellung seiner Spielerinnen, die nach einem 22:26-Rückstand in den Schlussminuten erneut eine furiose Aufholjagd starteten – wie schon zuletzt in Nettelstedt. Spätestens als Anja Basteck auf 26:28 verkürzte, erwachte Rohrsens Kampfgeist. Dank der starken Schlussminuten war das Unentschieden letztlich verdient. Doch ob die Punkteteilung im Kampf um den Klassenerhalt hilft, bleibt äußerst fraglich.

Hensel, der kurzfristig auf die erkrankte Ann Kristin Deutsch verzichten musste, richtete nach dem Abpfiff seinen Blick schon wieder nach vorne: „Jetzt müssen wir das Spiel in Verl unbedingt gewinnen.“ Tränen flossen nach dem Spiel bei Vanessa Stöber. Für sie war es das letzte Spiel in dieser Saison. Nach zwei Kreuzbandrissen muss sie in zwei Wochen erneut am Knie operiert werden.

Rohrsen: Michaela Schostag, Neumann – Tyce (2), Basteck (5), Manuela Schostag (13/4), Orsulic (4), Diedrichs, Stöber (3), Peyerl (2), Griese (1/1).

In letzter Sekunde war Lisa Hoffmann (links) auch von Nevena Orsulic (Mitte) und Nina Griese nicht in den Griff zu bekommen: Doch ihr Tor zum 31:30 wurde nicht mehr anerkannt.

Foto: nls



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