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Umzug nach Hameln kein Thema mehr

Othmer: Kuleshov ist für Springe ein Glücksfall

Handball. Acht Spiele, acht überzeugende Siege – Spitzenreiter! Die Handballfreunde Springe sind wieder ganz dick im Geschäft. Der Frust über den verpassten Aufstieg ist am Fuße des Deisters schon längst verpufft. Jetzt wird beim Drittligisten wieder kräftig in die Hände gespuckt und nach vorne geschaut. Wohin auch sonst, schließlich zählt für Macher Peter Othmer und seine Mitstreiter ohnehin nur eine Richtung: Eben die geradeaus in die 2. Bundesliga. Aufstieg heißt auch in dieser Saison wieder das große Zauberwort an der Harmsmühlenstraße. Scheitern verboten, versteht sich.

veröffentlicht am 25.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Diesmal klappt es, wir sind dran“, ist der erfolgreiche Unternehmer aus Hasperde vom Springer Sprung ins deutsche Handball-Unterhaus überzeugt. Nur wieder ein Hauch von Zweckoptimismus wie im Vorjahr? Nein, diesmal scheint Springe die besten Karten im Norden zu haben. Ein Trumpf ist zweifellos Trainer Oleg Michailowitsch Kuleshov. Den zauberten Othmer und Manager Dennis Melching kurz vor Saisonbeginn als Nachfolger für Sven Lakenmacher wie ein Ass aus dem Ärmel. Ein klares Signal an die Konkurrenz, dass der Weg zum Meistertitel erneut nur über die Handballfreude führt. „Seine Verpflichtung war für uns ein großer Glückfall. Oleg versteht sein Geschäft und ist ein absoluter Profi. Er hat der jungen Mannschaft innerhalb kürzester Zeit das Sieger-Gen eingehaucht“, spart Mäzen Othmer nicht mit Lob für den ehemaligen russischen Weltklasse-Spielmacher aus Omsk. Dass der 37-Jährige, der während seiner glanzvollen Karriere fast alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab, aber auch für die HF Springe noch einmal sein Trikot mit der berühmten Nummer 20 überstreift, ist im Moment eher unwahrscheinlich.

Trumpf Nummer zwei beim Tabellenführer ist der hoch talentierte Spielmacher Jannis Fauteck. „Der kann locker in der Bundesliga mithalten“, findet Peter Othmer, ist aber heilfroh, dass der 23-Jährige den Weg nach Springe gefunden hat. Das Torhüter-Duo Simon Herold und Andreas Stange sowie der torgefährliche griechische Kreisläufer Nikolaos Tzoufras sind weitere Eckpfeiler im Erfolgsteam von Oleg Kuleshov. Doch schon jetzt eine zweitligataugliche Mannschaft zu haben, ist das eine, eine zweitligataugliche Sporthalle das andere. Und die wird derzeit noch verzweifelt gesucht. Zwar spekulierte Othmer vor einiger Zeit noch mit einem Ausflug in die Hamelner Rattenfängerhalle, doch das ist „viel zu teuer und für uns kein Thema mehr“. Möglich, dass sich nun vor Ort in Springe etwas ergibt. „Die abgebrannte Bisonhalle muss wieder aufgebaut werden, vielleicht gibt es ein Konzept, das uns entgegenkommt“, orakelt der 66-Jährige.

Als Spieler war der Russe Oleg Kuleshov absolute Weltklasse, nun arbeitet der 37-Jährige auch erfolgreich an seiner Trainerkarriere. Mit HF Springe ist er derzeit souveräner Tabellenführer in der 3. Liga Nord.

Foto: jab



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