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Springes Macher über den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga, die HBL-Auflagen und die Probleme mit der maroden Sporthalle

Othmer denkt über Spielgemeinschaft mit dem VfL Hameln nach

Handball. Die HF Springe steuern als souveräner Tabellenführer der 3. Liga Nord dem Aufstieg in die 2. Liga entgegen. Der wäre nicht nur sportlich eine Herausforderung, auch von der Infrastruktur her. Das größte Problem: Die Halle des Schulzentrums Süd erfüllt nicht die von der Handball-Bundesliga (HBL) geforderten Standards. Was tun? Renovieren, neu bauen oder etwa umziehen? Jan-Erik Bertram sprach darüber mit Macher Peter Othmer.

veröffentlicht am 10.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Herr Othmer, die Verantwortlichen der HBL lassen durchblicken, dass sie bei den Hallenstandards ein Auge zudrücken...

Ein Jahr lang drücken sie die Augen zu, aber es nützt ja nichts. Wir müssen versuchen, was in die Gänge zu kriegen. Deshalb waren wir jetzt mit einem Architekten und einem Statiker in der Halle und haben einen Überschlag gemacht, was möglich ist.

Und was ist möglich – und vor allem nötig?

Die Halle ist 38 Jahre alt. Es muss ein neuer Schwingboden rein. Die Decke muss gemacht werden, die Beleuchtung ist eine Katastrophe. Und die Tribüne müsste umgebaut werden, damit wir 700, 800 Zuschauer reinkriegen. Wir suchen eine Lösung, die Sinn macht: Wir müssen die Richtlinien der HBL erfüllen, aber alles in Abstimmung mit der Stadt, die kein Geld hat. Wir wollen die Stadt auch nicht überfordern.

Es wird ja immer wieder spekuliert, dass Sie im Notfall eine neue Halle bauen wollen...

Das ist doch Mumpitz. So eine Halle kostet mindestens vier, fünf Millionen. Das kann sich doch wirtschaftlich nicht tragen. Die müsste für Veranstaltungen genutzt werden, aber dafür ist Springe zu dicht an Hannover. Selbst die Rattenfängerhalle in Hameln ist nur minimal ausgelastet. Außerdem: Wie sollen wir in der 2. Liga eine Halle mit 2000 bis 3000 Zuschauern vollkriegen? Eine Halle mit 700, 800 Plätzen reicht allemal.

Wäre auch ein Umzug in die Rattenfängerhalle denkbar?

Wir haben darüber nachgedacht, ein Heimspiel in Hameln auszutragen, um zu sehen: Was kommt da an neuem Publikum? Aber es ist Springer Handball, also sollte es auch in Springe bleiben. Aber es müssen irgendwann ein paar Zuschauer mehr kommen.

Und wenn es nicht klappt?

Dann muss man sich überlegen, ob man sich nicht mit dem VfL Hameln zusammentut, zum Beispiel in einer Spielgemeinschaft Weserbergland. Wir wollen ja nicht direkt durchmarschieren in die erste Liga, aber wir müssen uns verstärken. Gleich wieder absteigen wollen wir auch nicht. Also müssen wir in die Mannschaft investieren, dafür brauchen wir Geld, obwohl die Spieler natürlich lange nicht so viel verdienen wie Fußballer.

Könnte sich eine Spielgemeinschaft mit Hameln vorstellen: Springes Macher Peter Othmer.

Foto: nls

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