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Talent ist im Drittligateam der HF dabei, macht sich aber wenig Hoffnung auf Einsätze

"Ordentlichen Sprung gemacht": HF-Kapitän Daniel Deutsch lobt Jonas Borgmann

Handball (jab). Der schwerste Brocken kommt gleich am Anfang: Zum Start der Rückrunde tritt Drittligist HF Springe am morgigen Sonntag (16 Uhr) bei Spitzenreiter VfL Potsdam an. Mit nur vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz zählen für die Springer eigentlich nur noch Siege, „auswärts beim Tabellenführer müssen wir uns aber nicht unter Druck setzen“, sagt Kapitän Daniel Deutsch. Wichtiger sei, „dass wir als Mannschaft so auftreten, dass man hinterher sagen kann: Wir sind auf einem guten Weg“.

veröffentlicht am 12.01.2013 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

Wie berichtet, hat sich die Mannschaft von Trainer Holger Schneider mit einem Trainingslager in Güstrow auf die Rückrunde eingestimmt. Dort wurde nicht nur viel trainiert, sondern auch viel gesprochen. „Aber das haben wir auch vorher schon immer gemacht“, sagt Deutsch, „nur ist das, was man sagt, nichts wert ohne die Punkte.“ Die sollen jetzt langsam gesammelt werden, wenngleich sie beim Spitzenreiter, der in der heimischen MBS-Arena in dieser Saison noch keinen Zähler abgegeben hat, nicht Pflicht sind: „Gegen Potsdam reicht eine gute Leistung vielleicht nicht“, sagt Deutsch.

Die knapp 300 Kilometer lange Reise zum Tabellenführer wird auch Eigengewächs Jonas Borgmann mit antreten. Der 20-jährige Rückraumspieler wurde von Schneider in den Drittliga-Kader befördert und erhielt nach dem Trainingslager ein Sonderlob vom Coach. Dass er jetzt viel spielen wird, glaubt Borgmann allerdings nicht. „Es geht darum, dass ich ein bisschen reinschnuppere“, sagt der Student, „wenn es gut läuft, komme ich vielleicht auch mal für ein paar Minuten rein. Vor allem soll ich mich aber weiterentwickeln, damit ich die Zweite weiterbringen kann.“ Die Reserve der HF in der Landesliga bleibt seine Stamm-Mannschaft.

Gerade für Borgmann war das Trainingslager mit bis zu drei Einheiten am Tag eine neue Erfahrung, „aber ich glaube, ich bin ganz gut mitgekommen“. Schon in den vergangenen beiden Jahren hat er im Kader der Ersten mittrainiert. Aber erst unter Coach Holger Schneider, „werde ich viel mehr eingebunden und bekomme Verbesserungsvorschläge“. Besonders von Daniel Deutsch, der Borgmann in der A-Jugend trainierte. „Er hat im letzten halben Jahr einen ordentlichen Sprung gemacht“, sagt Deutsch über Borgmann. „Es ist gut für ihn zu sehen, dass es vorwärts geht. Und für die Mannschaft ist es gut, wenn mehr Leute beim Training sind – das steigert die Qualität.“

Im Hinspiel gegen Potsdam hielten die Springer lange mit. Dann verletzte sich aber Theodoros Evangelidis schwer, die Mannschaft schien danach geschockt zu sein und verlor knapp mit 26:27. Bis auf kleine Wehwehchen sind jetzt alle Spieler wieder fit. „Wir wollen unsere kleine Chance nutzen“, sagt Trainer Schneider.



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