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VfL-Trainer Sönke Koß mit Platz vier zufrieden: „Man muss immer die Kirche im Dorf lassen“

Ohne Pille fehlt die Durchschlagskraft

Hameln. Während es im Dreikampf um die Meisterschaft in der Handball-Oberliga richtig eng zuging und die Entscheidung nach einem Einspruch des Northeimer HC jetzt erst am „grünen Tisch“ fällt, konnte sich der VfL Hameln entspannt zurücklehnen. Der vierte Platz (43:17 Punkte) stand schon vorher fest. Nach dem finalen 27:26-Auswärtserfolg beim TV 87 Stadtoldendorf sowie vier Siegen in den letzten vier Partien konnte man einen gelungenen Saison-Abschluss feiern.

veröffentlicht am 06.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Jürgen Kohlenberg

„Auch wenn wir im Vorjahr Dritter waren und drei Punkte mehr auf dem Konto hatten, können wir hochzufrieden sein. Man muss immer die Kirche im Dorf lassen. Schließlich mussten wir zwei Drittel der Spielzeit ohne unseren Top-Torjäger Jannis Pille auskommen. Eine gewisse Zeit lässt sich so etwas kompensieren, aber nicht auf Dauer. Da fehlt dann vorne irgendwann mal die Durchschlagskraft“, resümierte Trainer Sönke Koß und nahm den Kritikern den Wind aus den Segeln: „Wenn das jemand anders sieht, ist mir das ein Rätsel.“ Für den 36-Jährigen bildeten Vorsfelde, Northeim, Soltau und eben der VfL auch völlig zu Recht das Spitzenquartett. „Das waren schon die besten vier“, so Koß. „Wir haben insbesondere in der Deckung mit 775 Gegentoren die drittbeste Abwehr der Liga gestellt und im spielerischen Bereich überzeugt“, lautete das Fazit des Chefcoaches. Für den ist die Entwicklung der jungen Spieler durchweg positiv: „Vor allem Torben Höltje, Thorben Kanngießer und Tim Heisterhagen haben einen extrem großen Schritt gemacht.“

Als einziges Team ist der VfL mit einer Heimbilanz von 27:3 Punkten in eigener Halle ungeschlagen. Die Auswärtsbilanz (16:14) ist in der kommenden Spielzeit aber durchaus ausbaufähig. „Wenn man bedenkt, dass wir nur zwei Punkte weniger haben als der Meister, müssen wir uns sogar ein bisschen ärgern. Die dumme Auswärtsniederlage in Nienburg und eines der drei Unentschieden zu Hause weniger und wir wären ganz oben gewesen“, rechnete der verletzte Jannis Pille hoch und blickt schon auf die neue Saison: „Ich hoffe, dass ich dann wieder angreifen kann.“

„Wir sind echt glücklich, dass wir uns hier mit vier Siegen am Stück erfolgreich verabschieden können“, waren sich David-Niclas Emmel und Harald Scherer nach ihrem letzten Einsatz im VfL-Dress übrigens einig. Emmel arbeitet in Hamburg als Steuerassistent und wird künftig für die HG Barmbek in der Hamburg-Liga spielen: „Eine nette Truppe, vergleichbar mit dem VfL. Ich denke, dass ich mich dort wohlfühlen werde. Aber der Abschied vom VfL fällt mir nach zwölf schönen Jahren schon schwer. Aber irgendwann muss ich mal den Absprung schaffen.“ Youngster Scherer (19) wird in Bochum ein Elektrotechnik-Studium beginnen und ist tief im Westen noch auf der Suche nach einer neuen sportlichen Heimat.



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