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Hamelns Trainer Sohl selbstkritisch / VfL verliert 28:29 in Großenheidorn

„Niederlage geht auf meine Kappe!“

Großenheidorn. Die bittere 28:29-Niederlage von Hamelns Oberliga-Handballern in Großenheidorn nahm Henning Sohl auf seine Kappe, denn beim Stand von 26:27 (54. Minute) sah der VfL-Coach wegen Reklamierens die gelbe Karte, „die im Endeffekt der Knackpunkt war“. Dadurch wechselte der Ballbesitz zu Großenheidorn. Der MTV nutzte die Chance und traf zum vorentscheidenden 26:28 aus Sicht der Hamelner, die sich nach einem Vier-Tore-Rückstand (20:24/40.) gerade herangekämpft hatten.

veröffentlicht am 08.03.2015 um 10:40 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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„So etwas darf mir nicht passieren. Da muss ich mich besser im Griff haben“, zeigte sich Sohl selbstkritisch und entschuldigte sich bei seinem Team für den Aussetzer. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn uns der Ausgleich gelungen wäre.“ Die Hamelner, die wie erwartet auf den am Ellenbogen verletzten Kapitän Torben Höltje verzichten mussten, zeigten in Großenheidorn zwei Gesichter.

Was der VfL in der ersten Halbzeit (16:20) zeigte, war laut Sohl „desolat“: „Mit 20 Gegentoren ist nichts zu holen“, schimpfte der VfL-Coach nach dem Halbzeitpfiff auf dem Weg in die Kabine. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft und auch die Abwehr hatte große Probleme. Hinzu kam, dass der VfL in den ersten 30 Minuten quasi ohne Torhüter spielte, denn sowohl Frank Rosenthal als auch Yannik Rüter „haben so gut wie keinen Ball angefasst“, so Teamsprecher Reiner Glatz.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann wesentlich besser. Mit einem jetzt starken Torwart Yannick Rüter im Rücken kehrte in der Abwehr die Sicherheit zurück. Bis zum 20:24 in der 40. Minute hatte zunächst der Vier-Tore-Rückstand Bestand, doch danach begann die Aufholjagd. Selbst der Ausgleich wäre kurz vor Schluss möglich gewesen, denn die Hamelner hatten Ballbesitz, als Henning Sohl wegen Reklamierens die gelbe Karte sah, die dem VfL am Ende wohl zumindest einen Punkt kostete. Der 43-jährige VfL-Coach ärgerte sich zwar über die Niederlage, trotzdem habe die starke zweite Halbzeit gezeigt, „dass wir noch leben“.

VfL Hameln: Rosenthal, Rüter – Niemeyer (7), Glatz (5), Maczka (5), Heemann (3), Brendler (3), Pille (3/3), Henke (1), Schubert (1), Künzler, Schorich, Gödecke.



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