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Rohrsens Reserve-Torhüterin feiert beim 30:28-Zittersieg des MTV in Halle ihr Drittliga-Debüt

Mit Quick kommt das Glück zurück

Halle. Puh, das war knapp! Wer Rohrsens 30:28-Zittersieg gegen Union ´92 Halle am Liveticker verfolgte, hätte wohl fast einen Herzinfarkt bekommen. Denn der Handball-Krimi war nichts für schwache Nerven. Selbst Rohrsens Trainer Mike Bezdicek soll nach der Schlusssirene fix und fertig gewesen sein, denn der Erfolg war für den MTV nicht nur überlebenswichtig, er könnte im Hinblick auf den angepeilten Klassenerhalt in der 3. Liga Gold wert sein.

veröffentlicht am 21.04.2013 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:19 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Vor dem letzten Spieltag der Saison steht fest: Wenn Rohrsen am nächsten Samstag das Heimspiel gegen den Thüringer HC II gewinnt, spielt der MTV auch nächste Saison in der 3. Liga, denn durch den achten Saisonsieg in Halle kletterte das Bezdicek-Team (10./17:33 Pkt.) auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Das heißt: Schostag & Co. haben alle Trümpfe selbst in der Hand. Dementsprechend groß war der Jubel nach dem Auswärtssieg, der bis zum Schluss auf Messers Schneide stand – trotz einer komfortablen Sieben-Tore-Führung zur Halbzeit (17:10). Doch der klare Vorsprung schmolz, weil nach dem Seitenwechsel plötzlich Sand ins Getriebe kam.

Während Union Tor um Tor aufholte, verlor Rohrsens Spielerinnen total den Spielrhythmus. Eine Viertelstunde vor Schluss drohte die Partie beim Stand von 21:21 sogar zu kippen. Doch dann wechselte Bezdicek für Melanie Traege, die als Schostag-Ersatz einen guten Job machte, plötzlich Annabel Quick ein. Und die 22-Jährige, die normalerweise das Tor von Rohrsens Reserve in der WSL-Liga hütet, wurde bei ihrem völlig überraschenden Debüt zur Matchwinnerin: „Ich bin immer noch total geflasht. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich spiele. Ich dachte, dass ich nur als Notnagel dabei bin, falls sich Melanie im Tor verletzt.“

Als Bezdicek sie plötzlich einwechselte, weil Traege in der spielentscheidenden Phase das Quäntchen Glück fehlte, „war ich total aufgeregt“. Und auch ein bisschen stolz, dass „Bezze“ als Trainer ihr in so einer brenzligen Situation das Vertrauen schenkt. Und um das zu rechtfertigen, „habe ich versucht, mein Bestes zu geben“. Und das ist der 22-Jährigen, die in Bad Münder eine Ausbildung als Krankenschwester macht, auch eindrucksvoll gelungen. Und das, obwohl sie einen stressigen Tag hinter sich hatte: Die Krankenschwester in spe hatte am Samstag Frühschicht: „Ich bin direkt nach Dienstschluss mit dem Auto der Mannschaft nach Halle hinterhergefahren.“ Die Reise hat sich gelohnt, denn ihr Debüt wurde mit einem Sieg gekrönt, der Rohrsens Hoffnung auf den Klassenerhalt steigen lässt …

Kirsten Bormann war mit neun Treffern Rohrsens beste Torschützin. nls

MTV Rohrsen: Kirsten Bormann (9), Lisa Huch (8/1), Manuela Schostag (6), Nina Griese (4), Christin Bormann (2), Janika Kohnke-Zander (1).



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