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Saskia Diedrichs droht lange Pause / Erneuter Kreuzbandriss wäre für die 21-Jährige ein Albtraum

„Meine Mutter hatte mich vorher noch gewarnt“

Handball (aro). Monatelang hatte sich Saskia Diedrichs nach ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr gequält, um im Trikot des MTV Rohrsen endlich wieder Handball spielen zu können. Seit November 2009 war die 1,77 Meter große Rückraumspielerin wieder fit. Die 21-Jährige, die schon während der Saisonvorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterließ, entwickelte sich in den vergangenen Monaten zu einer festen Größe beim Drittligisten. „Ich war gerade supergut drauf.“ Doch dann der Schock: Ausgerechnet bei der 21:27-Niederlage gegen ihren Ex-Klub HSG Osterode verletzte sie sich am vergangenen Sonntag wieder an ihrem operierten Knie. Und das ausgerechnet genau in der „Unglücks“-Halle, in der sich Diedrichs damals in ihrem letzten Regionalliga-Spiel für Hattorf das Kreuzband gerissen hatte.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:21 Uhr

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Handball (aro). Monatelang hatte sich Saskia Diedrichs nach ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr gequält, um im Trikot des MTV Rohrsen endlich wieder Handball spielen zu können. Seit November 2009 war die 1,77 Meter große Rückraumspielerin wieder fit. Die 21-Jährige, die schon während der Saisonvorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterließ, entwickelte sich in den vergangenen Monaten zu einer festen Größe beim Drittligisten. „Ich war gerade supergut drauf.“ Doch dann der Schock: Ausgerechnet bei der 21:27-Niederlage gegen ihren Ex-Klub HSG Osterode verletzte sie sich am vergangenen Sonntag wieder an ihrem operierten Knie. Und das ausgerechnet genau in der „Unglücks“-Halle, in der sich Diedrichs damals in ihrem letzten Regionalliga-Spiel für Hattorf das Kreuzband gerissen hatte. „Meine Mutter hatte mich vorher noch gewarnt. Aber ich hatte mich so auf das Spiel gegen meinen alten Verein gefreut.“ Weil die 21-Jährige unbedingt spielen wollte, ignorierte sie wohl auch am Freitag beim Training ihre leichten Schmerzen in der Kniekehle, „die ich nicht so ernst genommen habe“. Doch keine 48 Stunden später humpelte sie nach einer harmlosen Eins-gegen-Eins-Situation plötzlich vom Feld. Selbst ihr Trainer Michael Hensel hatte nicht so genau mitbekommen, was eigentlich los war. Diedrichs: „Im ersten Augenblick hatte ich schon tierische Angst, dass ich mir wieder das Kreuzband gerissen haben könnte.“ Das wäre wohl nicht nur für sie persönlich ein Albtraum, sondern auch eine weitere Hiobsbotschaft für den MTV Rohrsen, dem das Verletzungspech treu ist. „Wir haben momentan die Seuche. So etwas habe ich als Trainer noch nicht erlebt“, schüttelt Michael Hensel den Kopf. Seine Sorge: Wenn der kleine Kader durch weitere Ausfälle weiter schrumpfen sollte, ist der angepeilte Klassenerhalt in Gefahr. Die genaue Diagnose steht bei Diedrichs erst am Freitag nach einer Kernspintomografie endgültig fest: „Aber ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist, damit ich so schnell wie möglich wieder Handball spielen kann.“ Sie selbst hat ein gutes Gefühl, dass nichts gerissen ist. „Vielleicht ist es ja nur eine Zerrung“, hofft die junge Handballerin, in der noch jede Menge Potenzial schlummert. Wenn sich allerdings der Verdacht auf Innenbandriss bzw. Meniskusschaden bestätigen sollte, droht sie längere Zeit auszufallen. Das wäre für ihren Trainer ein herber Rückschlag. Hensel will zwar kein Klagelied anstimmen: „Aber wir brauchen eigentlich den kompletten Kader, weil wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen müssen.“ Die Belastungen sowohl im Training als auch im Spiel seien für seine Spielerinnen in der 3. Liga wesentlich höher als in der Oberliga.

Und ausgerechnet jetzt geht es für den MTV um die Wurst: Die nächsten beiden Heimspiele gegen Nettelstedt und Verl müsste Rohrsen nämlich möglichst gewinnen, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren. Das weiß auch Hensel, der von den „Wochen der Wahrheit“ spricht. Auch in Haldensleben rechnet sich der ehrgeizige Coach etwas aus, wenn ihm das Verletzungspech keinen Strich durch die Rechnung machen sollte. Doch selbst wenn Diedrichs länger ausfallen sollte, „gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“.

Nach ihrem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr tapte sich Saskia Diedrichs das linke Knie. Foto: nls



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