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So erlebt die 15-jährige Marla Fuhs ihr erstes Training mit Rohrsens Drittliga-Frauen

„Meine Hände haben gezittert“

Hameln. Mein erster Gedanke war: Oh nein, ich habe Angst! Dafür gab es aber absolut keinen Grund, denn schließlich sollte ich keine Berge versetzen, sondern nur anderthalb Stunden beim Training der Drittliga-Frauen des MTV Rohrsen mitmachen. Einfach mal reinschnuppern in die große Handball-Welt. Für eine 15-jährige kleine Kreisläuferin vom TV Bodenwerder trotzdem eine zunächst beängstigende Aussicht. Aber alle Sorgen und Aufregung auf dem Weg zur Halle waren unbegründet, denn sowohl die Handballerinnen als auch ihr Trainer Mike Bezdicek nahmen mich sofort in ihrer Mitte auf. Nach Rohrsens Sensationspunkt gegen Tabellenführer Oldenburg II am vergangenen Samstag gab es natürlich zunächst noch Gesprächsbedarf. Doch dann ging es endlich los. Als „Bezze“, ein Zwei-Meter-Riese, der sich auch gerne als „Papa“ bezeichnet, mir die ersten Instruktionen gab, dachte ich: Der kann mir bei seiner Größe ja wirklich auf den Kopf spucken. Nun ja, das tat er natürlich nicht. Dafür musste ich gleich ran.

veröffentlicht am 01.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:48 Uhr

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Nach dem Einlaufen, bei dem ich mir mithilfe von Nachwuchsspielerin Anna Völkel die Namen zu merken versuchte, stand Mattenball zum Aufwärmen auf dem Programm. Ziel ist es, den Handball auf der gegnerischen Matte abzulegen. Zusätzliche Schwierigkeit dabei, dass man den Ball nicht prellen darf. Was ich aus Gewohnheit natürlich sofort falsch machte. Die Mannschaften waren in „jung“ und „alt“ aufgeteilt. In meinem Team waren unter anderem Saskia Parpart, Melanie Traege und Anna Völkel. Nach der ersten Runde, die wir verloren, dachte ich, meine letzte Stunde hätte geschlagen. So kaputt war ich. Am liebsten hätte ich mich in mein Bett gelegt und erst einmal zwei Stunden geschlafen. Aber dafür blieb keine Zeit, denn Bezdicek „gewährte“ uns eine Revanche. Obwohl uns die Herausforderung anspornte, konnten wir wieder nicht mithalten. „Alt“ war einfach zu stark.

Dann war Trinkpause und ich nahm mir fest vor, kräftig an meiner Kondition zu arbeiten. Die ist im Vergleich zu den Frauen wirklich noch jämmerlich. Nach dem obligatorischen Einwerfen wurde es dann richtig anstrengend, denn nun waren Zweikampfübungen angesagt. Ich hoffe aber, dass ich mich nicht allzu ungeschickt dabei angestellt habe. Die Tipps von „Bezze“ habe ich mir auf jeden Fall gemerkt. Auch die Laufwege und Pass-Richtungen bei den Spielzügen klappten eigentlich ganz gut. Zuvor hatten mir noch ein wenig die Hände gezittert, aus Angst, einen Fehler zu machen. Denn, auch wenn sie dabei lächelte, hatte mir Manuela Schostag erzählt, dass „Bezze“ erst dann wirklich zufrieden ist, wenn alles perfekt ist. Aber glücklicherweise lief alles glatt und Angst hätte ich nun wirklich keine haben brauchen. Mein Fazit: Bei Rohrsens Handball-Frauen fühlt man sich sofort wohl. Ich habe viel gelernt – und wer weiß, vielleicht spiele ich ja später auch einmal dort ...

2 Bilder
Linkes Bild: Bodenwerders Handballtalent Marla Fuhs (rechts) im Zweikampf mit Janika Kohnke-Zander (MTV Rohrsen). Rechtes Bild: Rohrsens Coach Mike Bezdicek (rechts) beobachtet die Übungen seiner Schützlinge. nls/2


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