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Gärtner hört nach 35 Jahren beim VfL auf

Mein Gott Walter, ist das schon lange her ...

Handball (kf). Eigentlich kam Walter Gärtner zum Handball wie die Jungfrau zum Kind. Als er seinen damals siebenjährigen Filius Daniel 1977 zum ersten Training in der Halle Nord ablieferte, dauerte es nicht lange und der Handball hatte Vater Walter fest im Griff. Das Spiel ließ ihn einfach nicht mehr los, und die Halle Nord wurde so zu seiner zweiten Heimat.

veröffentlicht am 12.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

Als Betreuer der E-Jugend hat vor 35 Jahren einmal alles begonnen. Und beim VfL erkannte man schnell, dass „dieser Mann für höhere Aufgaben geeignet war“. Als die Position des Jugend-Spielwartes neu zu vergeben war, sprachen die Verantwortlichen der Handball-Abteilung einfach mal Walter Gärtner an. Der überlegte nicht lange und übernahm die neue Aufgabe. Mit klarer Struktur und deutlicher Ansage: „Wenn ich das mache, dann mache ich es richtig oder gar nicht.“ Dass der inzwischen 71-jährige Rentner im Unruhestand einige Jahre später einmal das Amt des Männer-Spielwartes übernahm, war eigentlich vorprogrammiert.

Wenn die VfL-Teams in der Halle Nord spielten, lief nichts ohne Walter. Egal, ob Bundesliga oder Kreisklasse. Und wenn eine Mannschaft beim Training mal vor verschlossener Tür stand, kein Problem. Ein Anruf bei Gärtners genügte. Auch an den Spielplänen und Trainingszeiten, die der Spielwart punktgenau ausarbeitete, gab es nichts zu rütteln.

Als vor wenigen Monaten das Kapitel Halle Nord jäh endete, kam Walter Gärtner ins Grübeln. Und er traf eine Entscheidung, die ihm sicher nicht leichtfiel. Das VfL-Urgestein entschloss sich, die Aufgaben in jüngere Hände zu legen. Detlef Henke wurde sein Nachfolger.

Doch so ganz ohne Handball läuft es bei Gärtners einfach nicht rund. Schließlich müssen auch in der Sporthalle Afferde, dem neuen Domizil des VfL Hameln, die Zuschauer versorgt werden. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Roswitha wird Walter Gärtner auch hier die Spieler und Fans mit Getränken und den heiß geliebten belegten Brötchen versorgen.



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