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Neuer Trainer des Oberligisten VfL Hameln startet mit ehrgeizigen Zielen in die neue Saison

Medizinball-Training: VfL-Coach Sönke Koß wird zum Quälix

Handball. Dass Qualität von Quälen kommt, bekamen die Oberliga-Handballer des VfL Hameln zu spüren. Denn der neue Coach Sönke Koß holte gleich beim Trainingsauftakt die Medizinbälle raus.

veröffentlicht am 12.07.2011 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

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Handball. Dass Qualität von Quälen kommt, bekamen die Oberliga-Handballer des VfL Hameln zu spüren. Denn der neue Coach Sönke Koß holte gleich beim Trainingsauftakt die Medizinbälle raus. Heiko Heemann und Co. müssen mächtig schuften und schwitzen, denn Koß hat für die neue Saison ehrgeizige Ziele: Mittelmaß ist out – für ihn zählt nur ein Platz unter den Top 3. Der neue Mann auf der Trainerbank des VfL will es gleich in seinem ersten Oberliga-Jahr wissen! Für ihn und auch Manager Ralph Krone ist Platz sechs, mit dem sich der Verein in der gerade abgelaufenen Spielzeit zufrieden geben musste, überhaupt kein Thema. Koß will um den Titel mitspielen, damit der VfL das Graue-Maus-Image wieder los wird. Denn zuletzt mussten die Hamelner immer öfter vor nur spärlich gefüllten Tribünen in der Halle Nord spielen. Das soll sich in der neuen Saison, die am 3. September mit einem Auswärtsspiel in Vorsfelde beginnt, ändern. „Wir sind personell deutlich breiter aufgestellt. Mit Andreas Kinne und Frank Rosenthal haben wir sicherlich eines der besten Torwartgespanne der Liga.“ Dazu rückten mit den erfahrenen Thorben Kanngießer und Marcel Engelhardt sowie den A-Jugendlichen Jannik Henke und Jasper Pille vier Neuzugänge ins Team.

Bei den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und Eintracht Hildesheim legen die Spieler momentan ihre Beine locker hoch und genießen die Sommerpause. Anders beim VfL, hier geht es schon wieder richtig zur Sache. Die Aschenbahn des VfL-Sportplatzes befindet sich zwar nicht mehr in allerbestem Zustand, doch für schweißtreibende Konditionsarbeit reicht es dort allemal. Sönke Koß lässt seine Jungs aber nicht nur mit dem schweren Medizinball auf dem grünen Rasen, sondern auch mit dem geliebten Handball in der Halle trainieren. Schließlich weiß der ehemalige Zweitligaspieler von Eintracht Hildesheim aus eigener Erfahrung, „dass eine Trainingseinheit mit dem Ball immer für höhere Motivation sorgt“. Dreimal wöchentlich wird in der ersten Vorbereitungsphase in der Nordstadt trainiert, einmal wartet harte Kraftarbeit in der Sport-Box auf die Spieler. Die Trainingsbeteiligung stimmt vom ersten Tag an. „Es sind immer 16 Spieler dabei“, freut sich der neue Mann auf der Kommandobrücke. „Da kann man von Beginn an intensiv arbeiten.“ Neben Konditionsarbeit und Ausdauertraining stehen die spielerischen Grundlagen im Mittelpunkt.

Terminiert ist auch schon das erste Testspiel. Bereits am 22. Juli spielt der VfL im westfälischen Hille gegen den FSV 1895 Magdeburg. Unter dem Namen Fermerslebener SV erlebte der Verein aus Sachsen-Anhalt in der Regionalliga bessere Zeiten. Derzeit versucht der Stammverein von Michael Jahns, den Torschützenkönig des Bundesliga-Aufsteigers Eintracht Hildesheim, in der Landesliga an bessere Zeiten anknüpfen zu können. „Zum Auftakt genau der richtige Gegner für uns“, weiß Koß, der aber auch schon drei Gegner mit weitaus größerem Kaliber auf dem Plan hat. Mit Aufsteiger TS Großburgwedel, TBV Lemgo II und dem TSV Hannover-Anderten fordern gleich drei Drittligisten die Mannschaft um Kapitän Oliver Glatz.

Ein Handball sieht anders aus – beim Trainingsauftakt musste auch beim VfL Hameln der gute alte Medizinball herhalten.

Foto: haje



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