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22:21 – Sternstunde der VfL-Mädchen zum Oberliga-Start / Auch die Jungenteams trumpfen auf

Maja und die Überflieger als Meisterbesieger

Handball (ro/kf). Aufsteiger schlägt den deutschen Meister – alles nur ein Traum? Nein, im Gegenteil, ein Handball-Märchen wurde wahr. Auch wenn sich die VfL-Girls beim Blick auf die Anzeigentafel in der Sporthalle Afferde noch einmal kräftig die Augen reiben mussten, sie hatten soeben eine Sternstunde in ihrer noch jungen Karriere erlebt. 22:21 – die weibliche B-Jugend sorgte mit diesem sensationellen Triumph gegen die HSG Badenstedt gleich für den ersten Paukenschlag in der jungen Oberligasaison.

veröffentlicht am 10.09.2012 um 15:23 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

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„Das war nichts für schwache Nerven“, bilanzierte Trainerin Ute Hertting erleichtert. Sie meinte vor allem die dramatische Schlusssekunde, in der Jüliet Yasaroglu quasi mit der Sirene eiskalt einen Siebenmeter zum umjubelten Siegtreffer im Badenstedter Netz versenkte. Das war zugleich auch ihr drittes Tor. Noch besser zielten die starke Maja Niemeyer (6) und Tara Wissmann (4). Jeweils einen Doppelpack steuerten Alicia Schäffer, Anna Völkel und Kristina Langer bei – Franziska Krakowski, Mareike Baumjohann und Hannah Orzessek setzten im Spiel der Spiele jeweils ein Ausrufezeichen.

Dass es nach einer 12:7-Führung im zweiten Durchgang noch einmal eng für den VfL wurde, lag wohl am Kräfteverschleiß und einigen Unkonzentriertheiten im Abschluss. Zudem fand die Deckung keine Mittel gegen die überragende HSG-Shooterin Katharina Müller, die 13 Tore erzielte. Ein kleiner Wermutstopfen blieb aber: Hamelns Torhüterin Pia Reinfeld musste zur Pause (8:6) verletzt in der Kabine bleiben. Für sie kam Anna Westphal, die ein gutes Debüt hinlegte.

Ganz oben auf der Erfolgswelle schwimmt auch der männliche Hamelner Nachwuchs mit. Die B-Jugend kam beim Aufsteiger Garbsener SC zwar schwer in Tritt, doch der 33:23 (13:12)-Auftaktsieg in der höchsten deutschen Spielklasse war ungefährdet. „In den ersten zehn Minuten hatten wir zu viele Unsicherheiten im Abschluss“, ärgerte sich Trainer Matthias Braun, denn den frühen 3:7-Rückstand hatte er bestimmt nicht eingeplant. Danach trafen die VfLer deutlich besser. Nach der 23:16-Führung waren die Verhältnisse geklärt und Braun zufrieden: „Da haben meine Jungs das Tor auch mal richtig getroffen.“ Haupttorschützen waren Tim Jürgens (9) und Daniel Maczka (7), im Dreierpack trafen Christopher Brünger, Maik Taylor, André Brodhage und Vincent Wissel.

Auf der langen Rückfahrt von Wittingen zurück nach Hameln herrschte bei den A-Junioren des VfL Hameln ebenfalls beste Stimmung, denn das Auftaktspiel in der Oberliga gewann die Mannschaft von Trainer Dennis Sterenberg bei der JSG Wittingen/Stöcken mühelos mit 34:22 (17:10). „Das war ein gelungener Auftakt, aber noch längst kein Maßstab. Es gibt noch wesentlich stärkere Konkurrenten in der Liga“, wollte der VfL-Coach die Dinge nicht überbewerten.

An einem Sonderlob für seinen Torhüter Sebastian Hochstädt kam er aber trotzdem nicht vorbei. „Das war eine ganz starke Leistung von ihm“, meinte Sterenberg. Nur einmal musste der Übungsleiter kurz von außen energisch Einfluss nehmen. Nach einem 7:2-Start stand es plötzlich 9:6. Doch der rechtzeitige Rüffel gegen den Leichtsinn half und fortan war Hamelns Nachwuchs wieder auf Kurs. Rechtsaußen Marinus Bergmann (9) und der Rückraum mit Timo Dettmering (7) und Wenzel Garbe (5) ließen sich im Vorwärtsgang nicht zweimal bitten. Jeweils drei Striche auf dem Spielberichtsbogen verdienten sich Georg Brentler und Lukas Röpke.

Im Anflug: Maja Niemeyer trug sich beim 22:21-Erfolg des VfL über den amtierenden deutschen Meister HSG Badenstedt sechsmal in die Hamelner Torschützenliste ein.

Foto: haje



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