weather-image
×

Timo Dettmering verschiebt die große Reise und freut sich auf eine spannende Handball-Saison

Lieber Bundesliga als Australien

Hameln. Eigentlich hatte sich Timo Dettmering schon mit dem Abflug nach Australien beschäftigt, denn „Down Under“ wollte er spätestens zu Beginn des nächsten Jahres unsicher machen. Doch oft genug schreibt der Sport seine eigenen Geschichten. So auch beim jungen Spielmacher der A-Junioren des VfL Hameln. Der gerade 18 Jahre alt gewordene Rückraumspieler hat Teamgeist bewiesen und seine Zukunftspläne total über den Haufen geworfen.

veröffentlicht am 14.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

Autor:

Die Weichen dazu wurden am 9. Juni in der Sporthalle Baunatal gestellt. Als die A-Junioren des VfL Hameln tatsächlich den Aufstieg in die Handball-Bundesliga perfekt gemacht hatten, war für den jungen VfLer ganz schnell klar, dass er sich das große Handball-Abenteuer nicht entgehen lassen wird. „Lieber Bundesliga als Australien“ lautete seine Entscheidung, und die hat nicht nur bei seinen Mitspielern, sondern auch bei seinem Trainer Michael Thierauf für große Erleichterung gesorgt. „Die Chance, in der Bundesliga spielen zu dürfen, bekomme ich bestimmt nie wieder. Nach Australien kann ich immer noch fliegen“, zeigt sich der Blondschopf auch einige Wochen nach dem Aufstiegstriumph total relaxt.

Der schlaksige Spielmacher, der im Rückraum der VfL-Youngster mit viel Übersicht die Fäden zieht, sieht der neuen Saison mit großer Spannung, aber trotz aller Euphorie auch mit der nötigen Gelassenheit entgegen. „Wir müssen froh sein, in der Bundesliga mitspielen zu dürfen“, sagt Dettmering, der mit seiner Truppe aber keinesfalls zum Kanonenfutter der Liga werden will. „Für uns hat die Bundesliga vor allem einen großen Lerneffekt. Trotzdem wollen wir aber auch einige Spiele gewinnen.“

Das sieht auch sein Coach ähnlich: „Das wird für die Jungs ein Jahr, in dem sie vor allem noch viel lernen können.“ Thierauf ahnt aber auch, was seine „jungen Wilden“ in den kommenden Monaten erwartet. Denn mit dem amtierenden deutschen Meister Füchse Berlin und Vizemeister SC Magdeburg bittet die „Crème de la Crème“ des Nachwuchshandballs die VfL-Garde zum heißen Tanz. Und auch Teams wie der TSV Burgdorf, Eintracht Hildesheim, GWD Minden oder HB Lemgo spielen sicher eine Etage höher als die Hamelner. Deshalb werden in der Sporthalle Afferde, wo der VfL-Nachwuchs seine Heimspiele austrägt, auch keine Luftschlösser gebaut. Und Thieraufs Vorgabe fällt mehr als bescheiden aus: „Wir wollen nicht Letzter werden.“ Eine Platzierung unter den Top Sechs, die sich direkt für die Bundesliga-Saison 2014/15 qualifizieren, ist für Hamelns Trainer überhaupt kein Thema. „Wir müssen reichlich Erfahrungen sammeln, und die dann im kommenden Jahr in der Relegation nutzen, um erneut den Sprung in die erste Liga zu packen.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt