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Mit Sven Lakenmacher hatten die HF die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte

Lakenmacher - das Gesicht des Springer Handball-Aufschwungs

Handball. Während die Mannschaft auf Mallorca ihren Saisonabschluss feiert und anschließend in die Sommerpause geht, hat Dennis Melching, Manager von Drittligist HF Springe, derzeit alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass noch einige Positionen im Team neu zu besetzen sind – seit Dienstagabend ist er auch auf der Suche nach einem neuen Trainer. Druck habe er deshalb nicht, sagt er: „Es sind noch vier Wochen Zeit, am 1. Juli brauchen wir eine spielfähige und schlagkräftige Mannschaft“, sagt er.

veröffentlicht am 04.06.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:51 Uhr

jan

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Der bisherige Coach Sven Lakenmacher hatte das Angebot für eine Vertragsverlängerung in Springe ausgeschlagen, weil seine eher auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgerichtete Philosophie und die des Managements, möglichst schnell in die 2. Liga aufzusteigen, nicht zueinanderpassten. Lakenmacher wird nun neuer Coach bei der Bundesliga-Reserve der TSV Burgdorf (NDZ berichtete).

Über mögliche Trainer-Kandidaten der HF hält Melching sich bedeckt. HVN-Landestrainer Klaus-Dieter Petersen, der gerüchteweise als Lakenmacher-Nachfolger gehandelt worden war, sei keine Option. „Ich glaube nicht, dass das funktionieren würde“, so Melching. Auch Thorsten Kahl, der die Zweite übernimmt, winkt ab: „Das würde zeitlich nicht passen“, sagt Kahl.

Lakenmacher wird unterdessen als das Gesicht des Aufschwungs der HF Springe in Erinnerung bleiben. 2008 hatte der Klub gerade so den Abstieg aus der Oberliga verhindert. Danach wurde aufgerüstet – unter anderem mit Lakenmacher, der von Eintracht Hildesheim an den Deister wechselte und die erfolgreichste Ära der Springer Vereinsgeschichte einläutete. 287 Tore erzielte der 47-malige Nationalspieler in seiner ersten Saison im HF-Trikot und führte die Mannschaft so zum Titel in der Oberliga. Trainer war zu der Zeit noch Danilo Loncovic, doch schon damals hatte Lakenmachers Wort in der Mannschaft Gewicht.

Nach der Saison wurde er Spielertrainer, erzielte auch in der Regionalliga noch 212 Tore, wurde mit den HF Dritter und holte den Landespokal. In der abgelaufenen Saison, die Springe punktgleich mit Meister Tarp als Vizemeister beendete, hielt er sich als Spieler zurück und ging nur noch auf die Platte, wenn Not am Mann war oder Spiele auf der Kippe standen. Mit 76 Treffern stand er aber immer noch auf Platz 5 der internen Torschützenliste.

Für eine weitere Zusammenarbeit mit der HF-Führung sah Lakenmacher keine Zukunft, mit den Spielern hätte er gerne weitergemacht, wie er betont: „Es hat mir wahnsinnig leid getan, mich vor die Mannschaft zu stellen, und ihr meinen Schritt mitzuteilen.“



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