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Hamelns Manager tritt kürzer – Oliver Glatz und Björn Schubert übernehmen

Krone gibt das Zepter ab

Hameln. Der Handball-Oberligist VfL Hameln steht vor einem großen personellen Umbruch. Erst die Abschiedsankündigung von Trainer Sönke Koß zum Saisonende, dann der Weggang von Torjäger Jannis Pille in Richtung Hannover und jetzt tritt auch noch Manager Ralph Krone kürzer und legt die Verantwortung in andere Hände.

veröffentlicht am 05.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:21 Uhr

„Aus beruflichen Gründen schaffe ich es nicht mehr. Ich bin sehr häufig im Ausland unterwegs und dadurch fehlt mir die Zeit“, begründet der 47-Jährige seinen Entschluss, legt aber Wert auf die Feststellung, „dass ich nicht gänzlich ausscheide, sondern mich nur in den Hintergrund zurückziehe. Ich stehe weiterhin mit Rat und Tat unterstützend zur Seite.“ Der Manager hatte seinen Posten nach Beendigung des Hamelner Profihandballs zu Beginn der Saison 2002/03 übernommen. „Nach zwölf Jahren ist es nun an der Zeit, das die nächste Generation nachrückt“, so der frühere Oberliga-Torwart, der von einem nahtlosen Übergang ausgeht, „da das Umfeld hier perfekt ist und rund um die erste Mannschaft auch schon viel von Reiner Glatz organisatorisch ausgefüllt wird.“

Seine Nachfolge ist dementsprechend auch bereits intern geklärt worden. Björn Schubert (37) und Oliver Glatz (32), der aber weiterhin auch als Spieler zur Verfügung stehen soll, werden bereits für die Planungen der neuen Saison 2014/15 die Verantwortung übernehmen. Das Duo kümmert sich um die wirtschaftliche Situation, führt Gespräche mit den Spielern und potenziellen Neuverpflichtungen und wird auch die noch immer im Raum stehende Trainernachfolge von Sönke Koß final klären.

„Es haben sich zwei Kandidaten herauskristallisiert, zwischen denen die Entscheidung fallen wird“, lässt Krone durchblicken, ohne aber Namen zu nennen. Es bleibt also spannend. Marc Siegesmund wird der VfL jedenfalls nicht aus dem Hut zaubern. Obwohl der ja bekanntlich über langjährige Erfahrung in der Handball-Oberliga verfügt. „Selbst wenn mich einer fragen würde, bleibt es dabei: Ich trainiere künftig die Hamelner A-Jugend. Eine Aufgabe, auf die ich mich richtig freue“, will Siegesmund nicht kurzfristig noch sportlich umschwenken. Plötzlich wieder in den Fokus gerückt war aber auch Hamelns sportliches Urgestein Peter Eddelbüttel, der seine Zelte unlängst beim Landesligisten MTV Oberkirchen abgebrochen hat. „Ich werde zwar vielleicht wieder etwas machen, aber der VfL Hameln wird es nicht sein“, gab er Auskunft. Ins Bild des potenziellen Nachfolgers für Koß hätte auch dessen Vorgänger Hajo Wulff gepasst. Doch der einstige Bundesliga-Toptorjäger hat ein erneutes Engagement bereits abgelehnt. „Der Aufwand als Trainer für die Oberliga ist viel zu groß. Das geht bei mir beruflich und privat überhaupt nicht“, lässt der 41-Jährige durchblicken. Ganz im Regen stehen lassen will er seinen Klub in der Umbruchphase aber auch nicht. „Wenn ich im Hintergrund irgendwo helfen kann, werde ich das tun“, meint Wulff. Und helfende Hände, die Schubert und Glatz bei ihren zukünftigen Aufgaben unterstützen wollen, sind jederzeit willkommen. „Je größer das Team, umso besser“, findet Ralph Krone. jko/ro

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Björn Schubert


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