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Zweiter Anlauf beim MTV Rohrsen

Kristin Bormann und das Jahr der Schmerzen

Handball (kf). Fast auf den Tag genau vor einem Jahr begann das Malheur – am 9. September 2010 kam Kristin Bormann unters Messer. Kreuzbandriss im linken Knie, Operation und fast ein Jahr ohne Handball. Eine spannende Saison in der 3. Liga konnte die junge Dame des MTV Rohrsen abhaken.

veröffentlicht am 06.09.2011 um 18:13 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

Inzwischen ist das Jahr der Schmerzen vergessen, und der Arzt hat grünes Licht gegeben. Der Blick der 21-Jährigen geht nach vorn. Am Samstag ist es endlich so weit. Um 17.15 Uhr steigt ihr erstes Oberliga-Punktspiel beim VfL Wittingen. Bereits den ersten Test gegen ihr ehemaliges Team von der HSG Blomberg-Lippe II hat die 1,76 Meter große Halbrechte richtig genossen. „Das war schon schön, endlich wieder mal in der Mannschaft zu stehen“, freute sich die Linkshänderin, die auch Rechtsaußen eingesetzt werden kann.

„Aber nach so langer Pause ist man einfach vom Kopf her noch nicht frei“, musste sie in der ersten Trainingsphase feststellen. „Und die Laufwege müssen noch besser abgestimmt werden“, gab sie kritisch zu. Deshalb sieht sie die erste Saison in der Oberliga auch als Aufbaujahr. „Nach so einer Verletzung ist das in Ordnung“, hat sie erkannt. Auch, weil es in der Oberliga doch etwas ruhiger als in der 3. Liga zugeht. Allzu ruhig in die neue Saison zu gehen, ist überhaupt nicht ihr Ding. „Endlich wieder richtig Gas geben“, lautet ihr Motto. Vor allem, weil „es wieder rund läuft“ und die torgefährliche Spielerin auch konditionell und muskulär keinerlei Probleme mehr hat. Teamkollegin Manuela Schostag hat ihr in der Muckibude oft genug gezeigt, wo es nach einer so langen Verletzungspause „noch richtig wehtun kann“.

Die Vorbereitungszeit ist „Schnee von gestern“. Im ersten Punktspiel sollen am Samstag Taten – also im Klartext Tore – folgen. Ganz große Meisterschaftsambitionen hegt Kristin Bormann vor dem ersten Spieltag noch nicht. Ihr Ziel machte sie aber deutlich: „Wenn wir wieder alle fit sind, wollen wir in der Spitzengruppe mitspielen.“ Zu den ganz heißen Titelanwärtern zählt sie neben dem HSC Hannover, der mächtig aufgerüstet hat, auch den SVG Celle II.

Momentan leistet Kristin Bormann ihr soziales Jahr. Natürlich im Bereich Jugend und Sport. „Das ist eine gute Grundlage für mein Studium für das Grundschul-Lehramt“, ist sie sich sicher. „Da kann man gute Kontakte zu Kindern aufbauen.“ Deshalb werden die Jungen und Mädchen, die sie momentan in Hessisch Oldendorf betreut, ihre Oberligaeinsätze mit Argusaugen beobachten. Warum, ist klar – die Kids wollen von Kristin Tore sehen ...

Der Kreuzbandriss ist überstanden. Am Samstag greift Kristin Bormann nach langer Pause beim Oberligisten MTV Rohrsen wieder ins Punktspielgeschehen ein.

Foto: nls



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