weather-image
13°
×

Mindestens sechs Monate Spielpause

Kreuzbandriss – Saisonende für Kohnke-Zander

Handball. Auf der Bank sitzen und Daumen drücken – mehr ist für Janika Kohnke-Zander bis zum Ende der Saison nicht drin. Das erste Jahr in der 3. Liga endete für Rohrsens Rückraumspielerin mit einer komplizierten Knieverletzung schneller als erwartet. Die weite Fahrt nach Sachsen zum Doppelspieltag gegen den HCS Neustadt-Sebnitz und HC Leipzig II wird die 20-Jährige wohl kaum in guter Erinnerung behalten. Denn schon die erste Partie in der Sächsischen Schweiz war für die talentierte Nachwuchsspielerin der letzte Auftritt in der noch bis Anfang Mai laufenden Saison.

veröffentlicht am 09.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Im tiefsten Osten verdrehte sie sich das Knie. Eine unruhige Hotelnacht mit starken Schmerzen, am nächsten Tag in Leipzig mit einem dicken Knie auf der Bank – schlimmer hätte für die engagierte Spielmacherin das letzte Januar-Wochenende kaum laufen können. Die 1,65 Meter große Rückraumspielerin hoffte zwar, mit einer schmerzhaften Zerrung davongekommen zu sein, doch die Untersuchung in der Röhre sorgte einige Tage später für ein niederschmetterndes Ergebnis. Neben der erwarteten Innenband-Zerrung hatte vor allem das Kreuzband gelitten. Kreuzbandriss oder -anriss lautete die erste Diagnose der Ärzte. „Eine genaue Aussage werde ich aber wohl erst nach der zweiten Untersuchung bekommen“, sagt Kohnke-Zander. Der Arzt hat ihr auf jeden Fall eine mindestens halbjährige Spielpause prophezeit.

Die zweite Untersuchung des lädierten Knies steht noch aus. Die soll in der ersten April-Woche in Hannover erfolgen. „Ich hoffe aber, dass ich schon früher einen Termin bekomme“, gibt sie sich optimistisch.

Am Samstag (17.30 Uhr) steigt das nächste Heimspiel des MTV Rohrsen in der 3. Liga. In der Sporthalle im Hohen Feld spielt der Aufsteiger gegen die HSG Osterode-Harz, die mit 17:13 Punkten bislang eine starke Saison hinlegte. Auch wenn sie nur auf der Bank sitzen kann, wird Kohnke-Zander mitfiebern und ihrer Mannschaft ganz fest die Daumen drücken. Aber nicht allein, sondern im Trio. Denn auch für Saskia Diedrichs und Christin Bormann, beide ebenfalls seit Monaten kreuzbandgeschädigt, ist an einen Einsatz längst noch nicht zu denken.

Kohnke-Zander, die bereits 2009/10 von der HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf nach Rohrsen wechselte, macht ihren Mitspielerinnen vor der Partie gegen Osterode Mut: „Mit Ausfällen sind wir immer gut umgegangen. Ich glaube fest an einen Sieg.“ Mit der Begegnung am Samstag beginnen für Rohrsens Damen die Wochen der Wahrheit. Nach dem Osterode-Spiel folgen gleich drei Kellerduelle in Folge. Bei TuS Nettelstedt (19.2.), gegen HSV Haldensleben (26.2.) und beim Schlusslicht TV Verl (12.3.) zählen nur Siege für die Mannschaft von Trainer Michael Hensel. Denn im Kampf um den Klassenerhalt ist die Luft in den vergangenen Wochen dünner geworden. Die SG Knetterheide-Schötmar und Eintracht Hildesheim haben zuletzt kräftig gepunktet und sich mit vier bzw. fünf Punkten Vorsprung von der Abstiegszone abgesetzt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt