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Trainer Koß „wie vom Blitz getroffen“ / Oberligist VfL Hameln sucht Ersatz für Top-Torjäger

Kreuzbandriss eine bittere Pille für Jannis

Handball (jko). Das ist ganz bitter. Oberligist VfL Hameln muss in den nächsten Monaten auf Jannis Pille verzichten. Der Top-Torjäger zog sich einen Kreuzbandriss am linken Knie zu. Eine Operation ist allerdings nicht erforderlich. Als der Rückraumspieler am vorletzten Spieltag beim Meister TSV Hannover-Burgdorf II in der zehnten Minute verletzt vom Parkett musste, sah es zunächst gar nicht so schlimm aus.

veröffentlicht am 13.06.2012 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Die ersten Prognosen deuteten zunächst auf einen Außenbandriss hin. Nach dem Abklingen der Schwellung und des Blutergusses brachte dann eine Magnetresonanztomographie (MRT) aber das niederschmetternde Ergebnis: Kreuzbandriss. „Mit den Bildern und dem Befund bin ich dann zu Sportmediziner Dr. Haschemi-Fard ins Friederikenstift Hannover gefahren. Der Facharzt war überrascht, dass ich da so locker bei ihm reinmarschiert kam. Die eingehende Untersuchung hat gezeigt, dass ich über ein sehr stabiles Knie und eine ausgezeichnete Muskulatur verfüge. Dr. Haschemi-Fard riet deshalb von einem operativen Eingriff ab“, berichtet der 23-jährige Rückraumspieler. Die konventionelle Behandlung erfolgt jetzt in Hameln von Physiotherapeutin Denise Becher. Während seine Mitspieler die Sommerpause genießen, stehen für den mit 173/1 Treffern besten VfL-Torschützen (Platz acht in der Oberliga-Torschützenliste) nahezu täglich Bewegungsübungen, Reizstrom- und Ultraschallbehandlungen auf dem Programm.

Dazu kommen Kinesiologische Tapes zum Einsatz. „Wir versuchen, jetzt gezielt die einzelnen Muskelpartien zu stabilisieren. Ich bin da sehr guter Dinge, dass es klappt und ich in drei Monaten nicht doch noch auf dem OP-Tisch lande“, blickt Jannis Pille fast zwangsläufig nach vorne. „Ich war wie vom Blitz getroffen, als mir Jannis die Botschaft überbracht hat. Das ist für Jannis und für uns ganz bitter. Viel schlimmer geht es nicht“, war die Reaktion von Trainer Sönke Koß, der jetzt zusammen mit Manager Ralph Krone alle Hebel in Bewegung setzen wird, um für den linken Rückraum noch einen Spieler an Land zu ziehen.

„Auch wenn sich Thorben Kanngießer in der Rückserie gesteigert und stabilisiert hat, wir brauchen noch eine Verstärkung für die Position, um Jannis auch adäquat ersetzen zu können“, sagt der 35-jährige Cheftrainer, macht aber auch deutlich: „Torschlusspanik bekommen wir nicht.“

Geschockt: Hamelns Cheftrainer Sönke Koß. Foto: nls


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