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21:26 in Lehrte – VfL Hameln patzt im Kampf um Platz zwei / Fünf Tore von Glatz

Koß kocht: „Standen komplett neben uns“

Handball (red). Erstmals seit Saisonbeginn (25:26 in Vorsfelde) musste sich der VfL Hameln mal wieder an das Gefühl einer Auswärtsniederlage gewöhnen. Und die war ganz bitter, denn im Top-Spiel patzte der Oberligist nach einer desolaten Vorstellung beim Lehrter SV mit 21:26 (12:13) und fiel von Platz zwei auf vier zurück. Freudig aufgenommen wurde das Resultat vom TSV Burgdorf II, der in Großenheidorn (42:23) gewann und jetzt als verlustpunktfreier Spitzenreiter acht Punkte Vorsprung hat. „Vom Niveau her war das kein Spitzenduell. Von zwei schwachen Mannschaften hat die bessere verdient gewonnen. Von unserer Seite war das ein kollektives Versagen“, schimpfte Trainer Sönke Koß, der selbst ab der 42. Minute auf dem Parkett mitmischte, das Unheil aber auch nicht mehr abwenden konnte. „Wir standen komplett neben uns, haben nie zu unserem schnellen Spiel gefunden und waren schwach im Abschluss“, so der Chefcoach, der einzig Kapitän Oliver Glatz und Heiko Heemann Normalform attestierte.

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Nach den letzten harten Wochen musste der VfL der Personalsituation Tribut zollen. Neben den längerfristigen Ausfällen (Schubert, Hylmar, Kanngießer) schleppten sich mit Jannis Pille (Schwindelgefühle), Dean Wood (Probleme im Oberschenkel) und Oliver Glatz (Antibiotikabehandlung) noch drei angeschlagene Akteure durch die 60 Minuten. Trotzdem führten die Hamelner nach 20 Minuten mit 10:8, verloren danach aber völlig den Überblick. Beim 12:13-Pausenrückstand war noch alles drin. „Ich hatte da noch ein gutes Gefühl, habe aber schon gemahnt, dass wir zulegen müssen“, berichtete Koß. Seine Worte verhallten ungehört. In 15 Minuten brachte der VfL nur ein Tor zustande und lag nach 45 Minuten mit 13:19 im Hintertreffen. Zwar konnte Hameln noch einmal auf 17:21 verkürzen, zu mehr reichte es bedingt durch eine unterirdische Quote im Angriff aber nicht. Weder ein gehaltener Siebenmeter von Frank Rosenthal noch eine Rote Karte gegen Lehrtes Nicolas Baris nach Ellenbogencheck gegen Torben Höltje (29.) konnten helfen. „Das war die desolateste zweite Halbzeit seit Jahren“, resümierte Team-Sprecher Reiner Glatz enttäuscht.

VfL Hameln: Rosenthal, Kinne; Glatz (5/4), Wood (4), Heemann (3), Pille (3), Höltje (2), Engelhard (1), Henke (1), Emmel (1), Koß (1), Künzler.

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