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Mit dem Heimspiel gegen Badenstedt beginnen für Rohrsens Frauen die „Wochen der Wahrheit“

Keller-Duell mit Endspielcharakter

Hameln. Für Rohrsens Handballfrauen beginnen jetzt die „Wochen der Wahrheit“, denn der Tabellenzwöfte der 3. Liga trifft in den nächsten drei Punktspielen auf direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Die beiden Heimspiele gegen die HSG Badenstedt-Hannover (heute, 17.30 Uhr) und die HSG Osterode Harz (Sa., 28. Februar) sowie das Auswärtsspiel gegen den HSV Minden-Nord (So., 8. März) haben für Rohrsens Frauen, die zurzeit mit nur zehn Pluspunkten auf dem ersten Abstiegsplatz stehen, im Kampf um den Klassenerhalt schon fast Endspielcharakter. Das weiß auch Rohrsens Coach Frank Käber: „Wir werden alles versuchen, diese drei Spiele zu gewinnen.“

veröffentlicht am 14.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Sollte das gelingen, wäre der Klassenerhalt wohl schon fast in trockenen Tüchern. Wenn nicht, wird es eng. Denn gerade in den nächsten beiden Heimspielen gegen Badenstedt und Osterode, die das Hinspiel mit 30:29 bzw. 23:20 gegen Rohrsen gewonnen haben, sind für Schostag & Co. Siege schon fast Pflicht, weil in der 3. Liga bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Und der könnte am Saisonende das Zünglein an der Waage sein.

Die „völlig unnötige“ 29:30-Hinspielniederlage in Baden-stedt liegt Rohrsens Coach immer noch schwer im Magen, denn nach einer komfortablen Sieben-Tore-Führung gab der MTV damals den sicher geglaubten Sieg am Ende noch aus der Hand. Und das, obwohl Rohrsens Torjägerin Manuela Schostag die HSG mit ihren 17 Treffern fast zum Wahnsinn trieb. Zum erhofften Auswärtssieg reichte es aber trotzdem nicht. Der Grund war die katastrophale Chancenauswertung, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Ein Beleg dafür waren die 21 Fehlversuche im Angriff, die Rohrsen in Badenstedt zwei Punkte kosteten. Im Rückspiel werden die Karten heute neu gemischt.

Beide Teams scheinen zurzeit gut drauf zu sein. Badenstedt verschaffte sich zuletzt mit einem überraschenden 30:28-Heimsieg gegen den Tabellen-3. HSV Marienberg etwas Luft im Abstiegskampf. Und auch Rohrsens Frauen gelang beim 17:17 gegen den Tabellenzweiten SV Germania Fritzlar, der zuvor alle Heimspiele gewonnen hatte, ein fast schon sensationeller Punktgewinn, der laut Käber „auch bitter nötig war“, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätz nicht zu verlieren. So ist das rettende Ufer noch in Sichtweite. Mit einem Sieg könnte Rohrsen (10:24 Pkt.) heute mit Baden-stedt und Osterode Harz (beide 12:22) nach Pluspunkten gleichziehen. Diese Chance will Rohrsens Trainer mit seinem Team nutzen, auch wenn sich Rohrsen gerade gegen die direkten Konkurrenten bisher oft schwertat. Sorgen bereitet Käber zurzeit Christin Bormann, die in Fritzlar mit fünf Treffern beste Torschützin des MTV war, obwohl sie kaum spielte. Bormann, die laut Käber „eine tragende Säule in unserem Team ist“, plagt sich zurzeit mit Schmerzen in ihrem operierten Knie herum.



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