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MTV Rohrsen verliert 26:29 in Hildesheim / Elf Tore von Manuela Schostag

Kampfgeist stimmt, das Ergebnis nicht

Handball. Nina Griese haderte nach dem Schlusspfiff mit den Schiedsrichtern. Nevena Orsulic nahm Manuela Schostag in den Arm, die nach 60 Minuten Tempo-Handball total erschöpft war. Und auch Trainer Michael Hensel machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Heute war mehr für uns drin.“ Der MTV Rohrsen muss nach der 26:29-Niederlage gegen die Eintracht aus Hildesheim weiter auf den ersten Saisonsieg in der 3. Liga warten. Denn Kampfgeist allein reicht in dieser Liga nicht.

veröffentlicht am 19.09.2010 um 16:58 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Hensel, dessen Team über weite Strecken des Spiels ein durchaus gleichwertiger Gegner war. Nur Hildesheims überragende Anja Grüneberg (13/2), die quasi mit der Schlusssirene Rohrsens Niederlage in der nur spärlich gefüllten Sparkassen-Arena besiegelte, bekam die im Vergleich zur Vorwoche stark verbesserte MTV-Abwehr irgendwie nicht in den Griff. Die Top-Torjägerin der Eintracht hätte man wohl nur durch eine enge Manndeckung stoppen können – wenn überhaupt.

Fast das ganze Spiel über lief der Aufsteiger aus Rohrsen einem Rückstand hinterher – das kostete viel Kraft. Vor allem die elffache Torschützin Manuela Schostag, die trotz Schmerzen auf die Zähne biss und ein super Spiel machte, ging zum Schluss auf dem Zahnfleisch. Auffällig war, dass insbesondere die linke Seite im Angriff zu harmlos war. Und am Kreis wurde die verletzte Nevena Orsulic, die auf der Bank mitfieberte, schmerzlich vermisst. Nur ein einziges Mal führte der MTV. Das war beim Stand von 1:0 – kurz nach dem Anpfiff. Bis zum 8:8 (19.) war die Partie ausgeglichen, dann setzte sich die Eintracht, die kurz vor der Halbzeit vier Treffer in Folge erzielte, auf 11:16 ab. Nach Hensels Kabinenpredigt und der Einwechslung von Vanessa Stöber, die nach langer Verletzungspause ihr Comeback feierte, lief es dann für wenige Minuten wieder etwas besser. Der Vorsprung der Eintracht schmolz auf 15:16, weil Torhüterin Michaela Schostag, die 25 Würfe parierte, stark hielt. Doch dann schlich sich beim MTV wieder der Schlendrian ein. Dazu kam das Pech im Abschluss: Achtmal traf man nur das Aluminium. Dazu scheiterten Nina Griese, Manuela Schostag und Anne-Kristin Deutsch vom Siebenmeterpunkt an Eintracht-Keeperin Inga Rang. In den Schlussminuten kämpften sich Schostag und Co. zwar noch einmal heran. Mehr als Ergebniskosmetik war aber nicht mehr drin.

MTV Rohrsen: Manuela Schostag (11/1), Anja Basteck (4/1), Anne-Kristin Deutsch (4/2), Nina Griese (2), Saskia Diedrichs (2), Kirsten Bormann, Janika Kohnke-Zander, Vanessa Stöber (je 1).



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